Acer saccharum, der Zuckerahorn Nordamerikas, ist ein modernes Mittel, das über eine neuere Arzneimittelprüfung in die Repertorien gelangt ist. Sämtliche Rubriken stehen im niedrigsten Grad, das Bild ist daher als Skizze zu lesen. Auffällig ist das Übergewicht der Gemütszeichen: verzeichnet sind ein Gefühl inniger Verbundenheit neben der Wahnvorstellung, ausgeschlossen und zurückgehalten zu sein, dazu plötzlich aufsteigender Ärger. Bei den Allgemeinsymptomen fallen Austrocknung, Verlangen nach Wasser und Tee sowie Verschlimmerung im Herbst auf.
Konstitution
Gemütsbild
Gefühl inniger Verbundenheit im Wechsel mit dem Erleben, ausgeschlossen zu seinWahnvorstellung, zurückgehalten und gehindert zu werdenPlötzlicher Ärger mit Empörung, oft nach StreitVerlust von Antrieb und EhrgeizAbneigung gegen Gesellschaft im Wechsel mit dem Verlangen danachVertraute Dinge erscheinen fremd
Der Schwerpunkt der Prüfung liegt eindeutig im Gemüt. Zwei Pole treten hervor: einerseits ein Erleben von Nähe, Zuneigung und Verbundenheit, verbunden mit Ruhe, Zufriedenheit und Selbstsicherheit; andererseits das Gefühl, ausgeschlossen zu sein, nicht dazuzugehören und zurückgehalten zu werden. Zwischen beiden schwankt der Zustand, was sich auch in der Abneigung gegen Gesellschaft bei gleichzeitigem Verlangen nach ihr zeigt. Verzeichnet ist ferner ein plötzlich aufsteigender Ärger mit Empörung, besonders nach Streitigkeiten, sowie ein Verlust an Ehrgeiz und Antrieb. Hinzu treten Rubriken, wie sie für neuere Prüfungen kennzeichnend sind, etwa das Erleben, Gedanken anderer zu erfassen, oder die Wahrnehmung, vertraute Dinge seien fremd geworden. Alle Angaben stammen aus einer einzelnen neueren Prüfung und stehen im niedrigsten Grad.
Ängste: Furcht, ausgeschlossen zu sein und nicht dazuzugehören, Beklemmung im Zusammenhang mit Herzklopfen und Enge in der Brust
Leitsymptome
- Herbst
- Kälte
- Schokolade
- Vor der Menstruation
- Nach Streit und Auseinandersetzung
- Aufstoßen, hinsichtlich der Brustbeschwerden
- Trinken von Wasser und Tee
- Wärme
- Ruhige, vertraute Umgebung
Verlangen und Abneigungen
- Wasser und Tee
- Früchte
- Fleisch, das zugleich auch abgelehnt werden kann
- Fleisch
- Abneigung gegen das Essen, sobald mit dem Essen begonnen wird
- Schokolade, die als verschlimmernd verzeichnet ist
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei dem Gefühl, ausgeschlossen zu sein und nicht dazuzugehören, aufgeführtBei der Wahnvorstellung, zurückgehalten zu werden, verzeichnetBei plötzlichem Ärger mit Empörung nach Streit genanntBei Verlust von Antrieb und Ehrgeiz aufgeführtBei Austrocknung mit Verlangen nach Wasser und Tee beschriebenBei Beschwerden mit Verschlimmerung im Herbst und durch Kälte verzeichnet
Abgrenzung
Innerhalb der Baummittel bestehen Berührungspunkte über die Themen Halt, Zugehörigkeit und Nahrungsstrom im Stamm; das Bild von Acer saccharum ist jedoch stark auf den Gegensatz von Verbundenheit und Ausgeschlossensein zugespitzt. Natrium muriaticum teilt den Rückzug nach Kränkung und das Gefühl, nicht dazuzugehören, dort mit ausgeprägter Verschlossenheit und Verlangen nach Salz. Pulsatilla zeigt ebenfalls das Bedürfnis nach Nähe im Wechsel mit Rückzug, aber mit wandelbarem, weinerlichem Gemüt und Besserung im Freien. Staphisagria steht bei unterdrücktem, plötzlich hervorbrechendem Ärger nach Kränkung. Da alle Rubriken im niedrigsten Grad stehen, bleibt die Abgrenzung vorläufig.
Verwandte Mittel
Natrium muriaticumPulsatillaStaphisagriaIgnatia amaraSepiaCarcinosinum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.