HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 477

Alstonia constricta

Alst.

Auch: Alst-c

In 33 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Alstonia constricta, die australische Fieberrinde aus der Familie der Hundsgiftgewächse, ist ein bitteres Rindenmittel und steht in der Literatur in der Nachbarschaft von China. Die Repertorien führen sie vor allem bei Frost- und Fieberzuständen mit einer auffallenden Tageszeit auf: Der Frost stellt sich zwischen neun und elf Uhr vormittags ein. Dazu gehören Schwäche, Durchfall und Ruhr sowie Beschwerden nach durchgemachten Wechselfiebern.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Beschrieben werden geschwächte, durch Fieber und Verdauungsleiden erschöpfte Menschen, wie sie die ältere Tropenliteratur schildert.
Thermalitätfrostig
TemperamentÜber das Temperament ist wenig überliefert. Das Bild wird von Kraftlosigkeit beherrscht: Der Betroffene ist matt, friert vormittags und schwitzt danach. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt für dieses Mittel nicht vor.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien verzeichnetMattigkeit und Antriebslosigkeit bei anhaltender SchwächeErschöpfung nach durchgemachten Fieberzuständen

Zum Gemüt liegen bei Alstonia constricta keine Rubriken vor. Die überlieferten Angaben betreffen Frost, Fieber, Schweiß, Verdauung und den Zustand der Frau. Was seelisch anklingt, ergibt sich mittelbar aus der ausgeprägten Schwäche: wenig Antrieb, rasche Ermüdung, die Mattigkeit eines Menschen, der wiederholte Fieberanfälle hinter sich hat. Weitergehende Züge sind in der Literatur nicht näher beschrieben; das Mittel wird über den Frostverlauf, die Tageszeit und den Kräftezustand zugeordnet.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine Ängste verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Frost zwischen neun und elf Uhr vormittags, in den Rubriken mit erhöhtem Grad geführt
Frost, der sich von Anfall zu Anfall nach hinten verschiebt
Allgemeine Schwäche und Kraftlosigkeit
Durchfall und ruhrartige Stühle
Rückenschmerz während des Fiebers
Weißfluss und Beschwerden der Gebärmutter
Erbrechen in der Schwangerschaft
Herzklopfen bei Schwächezuständen
Verschlechterung
  • Vormittags, besonders zwischen neun und elf Uhr
  • Kälte und Zugluft im Froststadium
  • Nach dem Essen, mit Durchfallneigung
  • Körperliche Anstrengung bei bestehender Schwäche
Verbesserung
  • Wärme und Zudecken während des Frostes
  • Ruhe und Liegen
  • Nach dem Schweißausbruch

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Verlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Abneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Frost- und Fieberzustände mit fester Tageszeit am VormittagErschöpfung nach durchgemachten WechselfiebernDurchfall und ruhrartige StühleWeißfluss und GebärmutterbeschwerdenErbrechen in der SchwangerschaftAllgemeine Schwächezustände mit Herzklopfen

Abgrenzung

China officinalis ist das große Mittel der Fieberperiodizität und der Schwäche nach Säfteverlust und deckt einen Großteil dieses Bildes besser ab; charakteristisch dort sind Blähungen ohne Erleichterung und Berührungsempfindlichkeit. Natrium muriaticum wird dem Fieber mit Kopfschmerz und Auftreten um zehn Uhr vormittags zugeordnet, Eupatorium perfoliatum dem Wechselfieber mit zerschlagenen Knochen und Durst vor dem Frost. Chininum sulphuricum zeigt eine ähnliche Regelmäßigkeit der Anfälle. Alstonia bleibt ein kleines Mittel, dessen deutlichstes Kennzeichen die Vormittagszeit des Frostes ist.

Verwandte Mittel

China officinalisChininum sulphuricumEupatorium perfoliatumNatrium muriaticumNux vomica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.