HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 502

Ammonium picricum

Am-pic.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ammonium picricum ist das Ammoniumsalz der Pikrinsäure, ein kleines mineralisches Mittel der jüngeren Materia medica. Sein überliefertes Bild ist eng: heftige Kopfschmerzen, neuralgische Schmerzen und ein krampfartiger, anfallsweiser Husten, der klassisch dem Keuchhusten zugeordnet wird. Wie bei den Pikraten insgesamt begleitet eine auffällige Erschöpfung das Bild.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht beschrieben. Bei den Pikraten allgemein nennt die Literatur rasch ermüdende, nervlich verbrauchte Menschen; diese Angabe stammt jedoch überwiegend von Acidum picrinicum.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Salze der Pikrinsäure werden in der Literatur mit geistiger Ermüdbarkeit und Widerwillen gegen Anstrengung in Verbindung gebracht, doch ist dies für Ammonium picricum nicht eigens belegt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertErmüdbarkeit als allgemeiner Zug der PikrateReizbarkeit im Rahmen anhaltender Kopfschmerzen

Für Ammonium picricum verzeichnet das Repertorium keine Gemütsrubriken. Es ist ein Mittel, das aus dem chemischen Zusammenhang und aus wenigen klinischen Beobachtungen in die Materia medica gelangte, nicht aus einer breiten Prüfung. Was über das Gemüt der Pikrate gesagt wird - Widerwille gegen geistige Arbeit, Schwere im Kopf beim Denken, rasche Erschöpfung - gehört zu Acidum picrinicum und darf nicht ohne Vorbehalt übertragen werden. Wer Ammonium picricum erwägt, stützt sich auf das körperliche Bild aus Kopfschmerz, Neuralgie und anfallsweisem Husten.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz, im Repertorium die am deutlichsten belegte Angabe des Mittels
Neuralgische, in Bahnen ziehende Schmerzen, oft mit Taubheitsgefühl
Krampfartiger, anfallsweiser Husten, klassisch dem Keuchhusten zugeordnet
Schwere im Kopf mit Benommenheit während der Schmerzanfälle
Erschöpfung nach den Anfällen
Verschlechterung
  • Geistige Anstrengung und anhaltende Konzentration
  • Bewegung während des Kopfschmerzes
Verbesserung
  • Ruhe, Liegen und Abdunkeln
  • Frische Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Anhaltende KopfschmerzenNeuralgische SchmerzenKrampfartiger Husten, klassisch dem Keuchhusten zugeordnetErschöpfungszustände mit Kopfbeteiligung

Abgrenzung

Acidum picrinicum ist der weit besser dokumentierte Vertreter dieser Gruppe; dort steht die geistige Erschöpfung mit brennendem Schmerz entlang der Wirbelsäule und schwerem Kopf nach geringster Denkarbeit im Vordergrund. Ammonium picricum bleibt demgegenüber auf Kopfschmerz, Neuralgie und Husten beschränkt. Bei krampfartigem Husten sind Drosera rotundifolia, Cuprum metallicum, Corallium rubrum und Ipecacuanha die weit gründlicher belegten Vergleichsmittel. Bei Neuralgien werden Spigelia anthelmia, Kalmia latifolia und Magnesium phosphoricum verglichen.

Verwandte Mittel

Acidum picrinicumDrosera rotundifoliaCuprum metallicumSpigelia anthelmiaMagnesium phosphoricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.