Ammonium picricum ist das Ammoniumsalz der Pikrinsäure, ein kleines mineralisches Mittel der jüngeren Materia medica. Sein überliefertes Bild ist eng: heftige Kopfschmerzen, neuralgische Schmerzen und ein krampfartiger, anfallsweiser Husten, der klassisch dem Keuchhusten zugeordnet wird. Wie bei den Pikraten insgesamt begleitet eine auffällige Erschöpfung das Bild.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertErmüdbarkeit als allgemeiner Zug der PikrateReizbarkeit im Rahmen anhaltender Kopfschmerzen
Für Ammonium picricum verzeichnet das Repertorium keine Gemütsrubriken. Es ist ein Mittel, das aus dem chemischen Zusammenhang und aus wenigen klinischen Beobachtungen in die Materia medica gelangte, nicht aus einer breiten Prüfung. Was über das Gemüt der Pikrate gesagt wird - Widerwille gegen geistige Arbeit, Schwere im Kopf beim Denken, rasche Erschöpfung - gehört zu Acidum picrinicum und darf nicht ohne Vorbehalt übertragen werden. Wer Ammonium picricum erwägt, stützt sich auf das körperliche Bild aus Kopfschmerz, Neuralgie und anfallsweisem Husten.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Geistige Anstrengung und anhaltende Konzentration
- Bewegung während des Kopfschmerzes
- Ruhe, Liegen und Abdunkeln
- Frische Luft
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Verlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Anhaltende KopfschmerzenNeuralgische SchmerzenKrampfartiger Husten, klassisch dem Keuchhusten zugeordnetErschöpfungszustände mit Kopfbeteiligung
Abgrenzung
Acidum picrinicum ist der weit besser dokumentierte Vertreter dieser Gruppe; dort steht die geistige Erschöpfung mit brennendem Schmerz entlang der Wirbelsäule und schwerem Kopf nach geringster Denkarbeit im Vordergrund. Ammonium picricum bleibt demgegenüber auf Kopfschmerz, Neuralgie und Husten beschränkt. Bei krampfartigem Husten sind Drosera rotundifolia, Cuprum metallicum, Corallium rubrum und Ipecacuanha die weit gründlicher belegten Vergleichsmittel. Bei Neuralgien werden Spigelia anthelmia, Kalmia latifolia und Magnesium phosphoricum verglichen.
Verwandte Mittel
Acidum picrinicumDrosera rotundifoliaCuprum metallicumSpigelia anthelmiaMagnesium phosphoricum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.