Ammonium valerianicum, das Ammoniumsalz der Baldriansäure, verbindet die Ammoniumreihe mit dem Baldrian und wurde im 19. Jahrhundert vor allem bei nervösen und hysterischen Zuständen verwendet. In der homöopathischen Materia medica ist es ein kleines Mittel; Clarke führt es unter den Ammoniumsalzen. Die vorliegenden Repertoriumsangaben verweisen ausschließlich auf Herz und Kreislauf, dort auf Erkrankungen der Herzklappen.
Konstitution
Gemütsbild
Kein geprüftes Gemütsbild in den Repertorien verzeichnetHistorischer Bezug zu nervöser Erregbarkeit über den BaldriananteilZuordnung in den vorliegenden Rubriken ausschließlich körperlich
In den Repertorien ist Ammonium valerianicum nicht mit Gemütsrubriken vertreten; beide vorliegenden Einträge betreffen Herz und Kreislauf. Die ältere Literatur ordnete das Salz dem Feld der nervösen Zustände zu, was sich aus dem Baldriananteil erklärt: Valeriana officinalis und die Valerianate galten als Mittel bei wechselnder, sprunghafter Erregung, Gefühl von Schweben und nervösem Herzklopfen. Für Ammonium valerianicum liegt dazu jedoch keine eigene Prüfung vor, und das Repertorium stützt diese Zuordnung nicht. Die Angaben zum Gemüt sind daher als Herkunftshinweis zu lesen und nicht als geprüftes Arzneibild.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, Für die Valerianate allgemein beschrieben: ängstliche Unruhe mit Herzklopfen
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien unter Herz und Kreislauf aufgeführtAusdrücklich bei Erkrankungen der Herzklappen verzeichnetHistorisch den nervösen Herzbeschwerden zugeordnetDarüber hinaus keine gesicherten Anwendungsgebiete überliefert
Abgrenzung
Bei Klappenveränderungen des Herzens sind die ausgearbeiteten Mittel deutlich besser beschrieben. Spigelia anthelmia zeigt den heftigen, ausstrahlenden Herzschmerz mit sichtbarem Herzstoß und Verschlimmerung durch Bewegung, Cactus grandiflorus das kennzeichnende Gefühl der eisernen Klammer um das Herz, Naja tripudians die Herzschwäche mit Beklemmung und Angst, Digitalis purpurea den verlangsamten, aussetzenden Puls mit dem Gefühl, das Herz stünde still. Ammonium valerianicum trägt keines dieser Merkmale und ist im Repertorium nur durch die klinische Zuordnung vertreten. Von Valeriana officinalis unterscheidet es sich dadurch, dass dort das nervöse Bild mit wechselnden, sprunghaften Beschwerden ausgearbeitet vorliegt.
Verwandte Mittel
Valeriana officinalisAmmonium carbonicumSpigelia anthelmiaCactus grandiflorusNaja tripudiansDigitalis purpurea
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.