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Materia medica · Nr. 665

Arum maculatum

Arum-m.

In 98 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Arum maculatum, der Gefleckte Aronstab, ist ein europäischer Verwandter des besser bekannten Arum triphyllum und teilt mit ihm die scharfe Reizwirkung auf Mund, Rachen und Nase. Im Vordergrund stehen ein Prickeln der Zungenspitze wie von hundert Nadeln, Wundheit und Brennen im hinteren Nasenraum sowie leicht blutendes Zahnfleisch. Das Mittel ist selten in Gebrauch und wird über diese örtlichen Reizzeichen bestimmt.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Literatur beschreibt keinen typischen Körperbau; gewählt wird das Mittel nach den Schleimhautzeichen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentErschöpft und leicht zu Tränen gerührt. Die Prüfung verzeichnet eine weinerliche Stimmung neben allgemeiner Kraftlosigkeit. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild, wie es die großen Mittel besitzen, liegt nicht vor.

Gemütsbild

Weinerliche, leicht gerührte StimmungErschöpfung und KraftlosigkeitGereiztheit durch die brennende Wundheit im MundUnruhe durch den ständigen Schluckzwang

Die Gemütsrubriken beschränken sich auf eine weinerliche Verfassung, die niedrig graduiert ist. Sie steht neben einer allgemeinen Entkräftung, wie sie die Rubrik zur Schwäche verzeichnet. Ein eigener seelischer Kern, der die Mittelwahl tragen könnte, ist zu Arum maculatum in der Literatur nicht beschrieben. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die deutlich schärfer gezeichneten Zeichen an Mund, Zunge und Nase, während die Gemütslage allenfalls bestätigend hinzutritt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine benannten Ängste verzeichnet, Beklommenheit bei erschwerter Atmung, in den Atemrubriken angedeutet

Leitsymptome

Prickeln der Zungenspitze wie von hundert Nadeln, als eigentümliche Rubrik verzeichnet
Stechender Schmerz und Wundheitsgefühl der Zunge, aufgestellte Zungenwärzchen
Brennen und Wundheit im hinteren Nasenraum, mit scharfem Schnupfen
Zahnfleisch, das leicht blutet, dazu vermehrter Speichel
Nagendes Gefühl in der Magengrube, Leeregefühl im Bauch nach dem Essen
Heiserkeit sowie ständiger Drang zu schlucken
Verschlechterung
  • Nach dem Essen und nach dem Frühstück, für das Leeregefühl im Bauch
  • Sprechen und Singen, für die Heiserkeit
  • Berührung der wunden Stellen an Zunge und Mundschleimhaut
  • Während des Schlafes, mit geröteter Gesichtsfarbe
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken sind eigenständige Besserungsmodalitäten nicht verzeichnet
  • Ruhe und Schonung der gereizten Schleimhäute

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseabneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Wunde, brennende Zunge und Mundschleimhaut mit PrickelnScharfer Schnupfen mit Wundheit im hinteren NasenraumHeiserkeit und StimmversagenBlutungen, in den klinischen Rubriken allgemein aufgeführt, unter anderem aus der HarnröhrePolypen und Entzündungen, in den klinischen Rubriken genanntWurmbeschwerden, namentlich Madenwürmer

Abgrenzung

Arum triphyllum, der amerikanische Verwandte, ist das ungleich besser geprüfte Mittel dieser Familie und wird der wunden, blutig gebohrten Nase mit scharfem Sekret und der Heiserkeit der Redner zugeordnet; Arum maculatum trägt dieselbe Grundrichtung, ist aber schwächer belegt. Mercurius solubilis zeigt ebenfalls blutendes Zahnfleisch mit vermehrtem Speichel, dazu Zungenabdrücke der Zähne und Nachtverschlimmerung. Nitricum acidum wird den wunden, splitterartig schmerzenden Stellen an Schleimhautübergängen zugeordnet.

Verwandte Mittel

Arum triphyllumMercurius solubilisNitricum acidumKalium bichromicumCausticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.