Bacillinum Burnett ist eine Nosode, die aus tuberkulösem Lungenmaterial bereitet wurde und von dem englischen Arzt James Compton Burnett in die Praxis eingeführt worden ist. Die Literatur ordnet sie der tuberkulinischen Belastung zu: Menschen mit ständig wiederkehrenden Katarrhen, verzögerter Entwicklung im Kindesalter, verhärteten Drüsen und einer Haut, die zu hartnäckigen Ausschlägen neigt. Als eigentümliches Zeichen führen die Repertorien die Furcht vor Hunden auf.
Konstitution
Gemütsbild
Reizbarkeit und mürrische VerstimmungAbneigung dagegen, gestört zu werden; verschlossenes, stilles WesenNächtliche RuhelosigkeitFurcht vor HundenFurcht vor KrebsNiedergeschlagenheit und gedrückte Stimmung
Die Gemütsrubriken sind zahlreich, aber durchweg im niedrigsten Grad verzeichnet; sie sind daher als Hinweise, nicht als Kernzeichen zu lesen. Im Vordergrund steht ein reizbares, mürrisches und verschlossenes Wesen, das jede Störung ablehnt und lieber für sich bleibt. Zwei Ängste sind eigens aufgeführt: die Furcht vor Hunden, die in der Literatur als Eigenheit dieser Nosode gilt, und die Furcht vor Krebs. Hinzu treten Niedergeschlagenheit und eine nächtliche Ruhelosigkeit, die sich im Sprechen und Weinen während des Schlafes fortsetzt. Auch schwere Zustände geistiger Umnachtung sind in den Rubriken vermerkt. Die Literatur beschreibt insgesamt eine wechselhafte, schwer festzulegende Verfassung, in der die Beschwerden von einem Bereich zum anderen springen.
Ängste: Furcht vor Hunden, Furcht vor Krebs, Ängstliche Unruhe in der Nacht
Leitsymptome
- Kalte, feuchte Witterung und Witterungswechsel
- Nachts, Unruhe und Bauchbeschwerden
- Zu Beginn des Gehens, der Knieschmerz
- Aufenthalt in geschlossenen Räumen
- Frische, offene Luft, in den Rubriken als Verlangen verzeichnet
- Fortgesetztes Gehen, beim Knieschmerz
- Wärme und Schutz vor Zugluft
Verlangen und Abneigungen
- Frische, offene Luft
- Fehlender Appetit, Widerwille gegen Essen
- Weitere Speiseabneigungen sind in den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
Klassisch zugeordnet zu wiederkehrenden Katarrhen der Atemwege mit ausgeprägter ErkältungsneigungIn Repertorien bei Drüsenverhärtungen und Drüsenschwellungen aufgeführtBei verzögerter Entwicklung von Kindern verzeichnetBei hartnäckigen Hautausschlägen, unter anderem Ekzem der Augenlider, genanntBei entzündlichen Knieveränderungen aufgeführtBei aufgetriebenem, hartem Bauch mit Drüsenbeteiligung verzeichnet
Abgrenzung
Tuberculinum steht demselben Krankheitshintergrund nahe, zeigt jedoch stärker die rastlose Reiselust, das Verlangen nach Veränderung und die ausgeprägte Reizbarkeit gegenüber Angehörigen. Calcarea carbonica und Calcarea phosphorica teilen die verzögerte Entwicklung und die Drüsenneigung, ohne den raschen Wechsel der Beschwerden. Silicea teilt die Eiterungsneigung und die Zugempfindlichkeit. Für Bacillinum spricht die Verbindung von wechselnden, wiederkehrenden Katarrhen, hartnäckigen Hautausschlägen und der eigens verzeichneten Furcht vor Hunden.
Verwandte Mittel
TuberculinumCalcarea carbonicaCalcarea phosphoricaSiliceaSulphurPsorinum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.