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Materia medica · Nr. 850

Brucinum nitricum

Brucin-n.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Brucinum nitricum ist das salpetersaure Salz des Brucins, eines Alkaloids aus den Samen der Brechnuss und der Ignatiusbohne. Brucin ist chemisch mit Strychnin verwandt und wirkt in derselben Richtung auf das Rückenmark, jedoch schwächer. Der Repertoriumsbestand ist sehr schmal und führt das Mittel bei Lähmung und bei Kopfschmerz.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen für dieses Salz keine gesicherten Angaben vor. Die Mittel der Brechnuss-Gruppe werden in der Materia medica über Übererregbarkeit, Reizbarkeit und krampfhafte Anspannung beschrieben; für Brucinum nitricum selbst ist das nicht belegt und wird deshalb nicht als eigenes Bild dargestellt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertZugehörigkeit zur Brechnuss-Gruppe mit deren Thema der ÜbererregbarkeitKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Im Repertorium sind zu Brucinum nitricum keine Gemütsrubriken besetzt. Die vorliegenden Angaben betreffen ausschließlich Kopf und Bewegungsapparat. Was sich sagen lässt, folgt aus der Stoffgruppe: Brucin steht dem Strychnin nahe, und die Materia medica beschreibt diese Alkaloide über gesteigerte Reflexerregbarkeit, Muskelstarre und krampfhafte Zustände. Ein seelisches Bild lässt sich daraus nicht ableiten und wird an dieser Stelle nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Lähmungszustände - im klinischen Kapitel des Repertoriums als einzige Zuordnung dieses Bereichs geführt
Kopfschmerz, im Bestand ohne nähere Typisierung
Kopfbeschwerden allgemein als übergeordnete Zuordnung
Die Literatur beschreibt für Brucin eine dem Strychnin ähnliche, jedoch schwächere Wirkung auf das Rückenmark
Beschrieben werden ferner gesteigerte Reflexe und krampfhafte Muskelanspannung
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

LähmungszuständeKopfschmerzZustände mit gesteigerter Reflexerregbarkeit

Abgrenzung

Strychninum ist das ausgearbeitete Alkaloid dieser Gruppe und bei Lähmungen und krampfhafter Übererregbarkeit weit besser belegt, mit der kennzeichnenden Steigerung durch geringste Berührung oder Geräusche. Nux vomica als Gesamtpflanze zeigt das vollständige Bild mit Reizbarkeit, Krampfneigung und Überempfindlichkeit. Bei Lähmungen anderer Herkunft stehen Causticum, Gelsemium sempervirens und Conium maculatum im Vordergrund. Brucinum nitricum bleibt eine seltene Salzvariante mit sehr schmalem Bestand.

Verwandte Mittel

StrychninumNux vomicaIgnatia amaraCausticumGelsemium sempervirens

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.