HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 862

Buthus australis

Buth-a.

Auch: buth-aust

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Buthus australis ist eine Zubereitung aus dem Gift eines Skorpions und gehört damit zu den Tiermitteln, genauer zu der kleinen Gruppe der Skorpionmittel. In der homöopathischen Materia medica sind diese Arzneien erst spät und nur knapp beschrieben; eine klassische Prüfung liegt für Buthus australis nicht vor. Die beiden vorliegenden Repertoriumsangaben weisen ausschließlich ins Gemüt: Mangel an Selbstvertrauen und Unschlüssigkeit.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die Skorpionmittel werden über das seelische Muster und nicht über den Körperbau bestimmt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie vorliegenden Rubriken zeichnen einen Menschen, dem das Zutrauen zu sich selbst fehlt und der sich schwer entscheiden kann. Beide Angaben gehören zusammen: Wer sich nichts zutraut, bleibt vor jeder Wahl stehen. Weitere Temperamentszüge sind für dieses Mittel nicht belegt.

Gemütsbild

Mangel an SelbstvertrauenUnentschlossenheit und UnschlüssigkeitZögern vor Entscheidungen aus Zweifel an den eigenen FähigkeitenDarüber hinaus kein Gemütsbild überliefert

Der gesamte Bestand an Rubriken zu Buthus australis besteht aus zwei Gemütsangaben, die einander ergänzen: dem fehlenden Zutrauen zu sich selbst und der Unfähigkeit, sich zu entscheiden. Das ergibt das Bild eines Menschen, der vor Aufgaben und Wahlmöglichkeiten zurückweicht, weil er sich nicht zutraut, richtig zu wählen. Weiter reicht die Überlieferung nicht. Für die Skorpionmittel insgesamt beschreiben moderne Autoren Themen von Bedrohung, Misstrauen und plötzlicher Abwehr; diese Angaben stammen aus neueren Prüfungen anderer Arten und sind auf Buthus australis nicht ohne Weiteres übertragbar. Sie werden hier deshalb nicht als Bild dieses Mittels ausgegeben.

Ängste: Unsicherheit im Zutrauen zu den eigenen Fähigkeiten, Darüber hinaus keine bestimmten Ängste überliefert

Leitsymptome

Körperliche Symptome sind in den Repertorien nicht verzeichnet; beide vorliegenden Einträge gehören dem Gemütskapitel an
Eine Arzneimittelprüfung, aus der Organsymptome abzuleiten wären, ist für Buthus australis nicht überliefert
Angaben zu Schmerzcharakter, Herz, Nervensystem oder Haut wären an dieser Stelle nicht belegt
Auch Modalitäten fehlen vollständig
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien beim Mangel an Selbstvertrauen aufgeführtBei Unentschlossenheit und Unschlüssigkeit verzeichnetAllgemein den Tiermitteln aus der Gruppe der Skorpione zugeordnetDarüber hinaus keine gesicherten Anwendungsgebiete überliefert

Abgrenzung

Die Verbindung von fehlendem Selbstvertrauen und Unschlüssigkeit ist in mehreren gut beschriebenen Mitteln ausgearbeitet. Baryta carbonica zeigt sie zusammen mit Schüchternheit, Abhängigkeit und dem Zurückbleiben in der Entwicklung, Lycopodium clavatum als Versagensangst hinter äußerer Sicherheit, Silicea terra als Zaghaftigkeit bei innerer Festigkeit, Pulsatilla pratensis als Anlehnungsbedürfnis mit wechselnder Stimmung, Graphites als Unentschlossenheit mit Weinerlichkeit. Innerhalb der Tiermittel ist Androctonus amoreuxii hebraeus der am ausführlichsten geprüfte Skorpion. Buthus australis trägt keine dieser weiteren Züge und ist im Repertorium nur durch die beiden Gemütsangaben vertreten.

Verwandte Mittel

Androctonus amoreuxii hebraeusScorpio europaeusBaryta carbonicaLycopodium clavatumSilicea terraGraphites

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.