HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 946

Caltha palustris

Calth.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Caltha palustris, die Sumpfdotterblume, ist ein Hahnenfußgewächs feuchter Wiesen und Bachränder. Der frische Saft der Pflanze ist scharf und zieht auf der Haut Blasen - genau darin liegt der überlieferte Schwerpunkt des Mittels. Die Datenbasis enthält nur wenige Angaben, und diese betreffen fast ausschließlich die Haut mit blasenbildenden Ausschlägen.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Caltha palustris wird in der Literatur über den örtlichen Hautbefund beschrieben, nicht über einen Körperbau.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Das Mittel ist nur klein geprüft und wird in der Materia medica als örtlich wirkendes Hautmittel geführt.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertBelastung durch nässende, blasenbildende HautausschlägeIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Caltha palustris sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel ausschließlich über den Hautbefund und geht auf seelische Züge nicht ein. Was Betroffene an ausgedehnten Blasenausschlägen belastet - Brennen, Juckreiz, die Sorge vor dem Fortschreiten -, gehört zur Beschwerde selbst und ist kein geprüftes Arzneimittelbild. Die Auswahl stützt sich deshalb auf den örtlichen Hautbefund und auf die Verwandtschaft zu den übrigen Hahnenfußgewächsen. Wer ein durchgezeichnetes Gemütsbild sucht, findet es bei diesem Mittel nicht.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Hautausschläge mit Blasenbildung - der Kern der überlieferten Angaben
In den Repertorien ausdrücklich beim Pemphigus, also bei großblasigen Ausschlägen, geführt
Der scharfe frische Pflanzensaft ruft an der Haut Rötung und Blasen hervor; darauf beruht die Zuordnung
Im klinischen Kapitel der Datenbasis zusätzlich bei bösartigen Geschwulsterkrankungen vermerkt - eine alte Sammelangabe ohne nähere Ausführung
Verschlechterung
  • Berührung und Reiben der befallenen Hautstellen
  • Wärme des Bettes, wie bei blasenbildenden Ausschlägen allgemein beschrieben
Verbesserung
  • Kühle, freie Luft an der Haut
  • Ruhe und Vermeiden von Reibung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei blasenbildenden Hautausschlägen aufgeführtIn Repertorien beim Pemphigus genanntIn Repertorien bei Hautausschlägen allgemein verzeichnetIm klinischen Kapitel als altes Sammelstichwort bei Geschwulsterkrankungen vermerkt

Abgrenzung

Innerhalb der Hahnenfußgewächse ist Ranunculus bulbosus das weit besser geprüfte Mittel; es zeigt Bläschengruppen mit brennendem Stechen und einen deutlichen Bezug zu den Zwischenrippenräumen. Ranunculus sceleratus wirkt noch schärfer auf die Haut und wird bei großen, dünnwandigen Blasen mit nachfolgender roher Fläche beschrieben. Cantharis steht bei brennenden Brandblasen mit heftigem Durst und Harndrang. Für Caltha palustris spricht allein die knappe Angabe zum großblasigen Ausschlag; ein umfassendes Bild liegt nicht vor.

Verwandte Mittel

Ranunculus bulbosusRanunculus sceleratusCantharisRhus toxicodendronAnacardium orientale

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.