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Materia medica · Nr. 971

Carboneum chloratum

Carbn-chl.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Carboneum chloratum ist der Tetrachlorkohlenstoff, eine chlorierte Kohlenwasserstoffverbindung, die früher als Lösungs- und Feuerlöschmittel verwendet wurde und als leberschädigend gilt. In der Homöopathie gehört sie zur kleinen Reihe der Kohlenstoffverbindungen. Der Repertoriumsbestand ist sehr schmal und führt eine einzige, dafür deutlich bewertete Angabe: Knacken im Kiefergelenk.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine gesicherten Angaben vor. Die Carboneum-Reihe wird in der Materia medica über Sauerstoffmangel, Benommenheit und tiefe Erschöpfung beschrieben, wie sie Carboneum oxygenisatum und Carboneum sulphuratum zeigen; für Carboneum chloratum selbst ist ein solches Bild nicht belegt und wird hier nicht als eigenes dargestellt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertZugehörigkeit zur Kohlenstoffreihe mit deren Thema von Benommenheit und ErschöpfungKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Im Repertorium sind zu Carboneum chloratum keine Gemütsrubriken besetzt; die einzige besetzte Stelle liegt beim Gesicht. Die verwandten Kohlenstoffverbindungen werden in der Materia medica über Zustände von Betäubung, Vergesslichkeit und tiefer Erschöpfung beschrieben, wie sie nach Einatmen der Dämpfe entstehen. Für diese Verbindung selbst liegen dazu keine Prüfungssymptome vor; ein Gemütsbild wird deshalb nicht ausgeführt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Knacken im Kiefergelenk - die einzige und zugleich deutlich bewertete Angabe des Mittels
Erscheinungen an Unterkiefer und Kiefergelenken allgemein
Beschwerden des Gesichts als übergeordnete Zuordnung im Bestand
Die Literatur beschreibt für die Substanz eine schädigende Wirkung auf Leber und Nieren nach Einatmen der Dämpfe
Verschlechterung
  • Bewegung des Kiefers, Kauen und Mundöffnen
  • Keine weiteren gesicherten Modalitäten überliefert
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Knacken im KiefergelenkBeschwerden der KiefergelenkeBeschwerden beim Kauen

Abgrenzung

Bei knackenden Kiefergelenken sind Rhus toxicodendron mit Steifheit beim ersten Bewegen und Besserung durch fortgesetzte Bewegung, Granatum und Nitricum acidum die klassisch geführten Mittel; Causticum kommt bei Verrenkungsgefühl und schwierigem Mundöffnen hinzu. Innerhalb der Kohlenstoffreihe sind Carboneum sulphuratum und Carboneum oxygenisatum die breiter beschriebenen Vertreter. Carboneum chloratum bleibt demgegenüber ein Mittel mit einer einzigen überlieferten Angabe.

Verwandte Mittel

Rhus toxicodendronCausticumNitricum acidumCarboneum sulphuratumCarboneum oxygenisatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.