Chaparro amargoso, ein dorniger Strauch aus Nordmexiko und dem Südwesten der Vereinigten Staaten (Castela, Simaroubaceae), liefert eine ausgesprochen bittere Droge, die in der dortigen Volksheilkunde bei Durchfall und Ruhr gebräuchlich war. In der Homöopathie ist er ein kleines, kaum geprüftes Mittel; die vorliegenden Rubriken folgen genau dieser Verwendung und nennen Mastdarm, Durchfall und ruhrartige Zustände. Ein ausgearbeitetes Arzneimittelbild besteht nicht.
Konstitution
Gemütsbild
keine gesicherten Gemütssymptome überliefertMattigkeit bei anhaltendem DurchfallGleichgültigkeit gegenüber der Umgebung im geschwächten Zustand
In OpenHomeopath sind für Chaparro amargoso keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die knappe Literatur beschreibt das Mittel ausschließlich über den Darm. Was sich an seelischer Beteiligung sagen lässt, ist unspezifisch und gilt für langdauernde Durchfallzustände allgemein: Erschöpfung, Antriebsarmut und Rückzug. Für die Mittelwahl trägt das nichts bei; maßgeblich sind die Darmzeichen. Wie bei anderen Bitterdrogen der Simaroubaceen steht die Wirkung auf die Verdauung im Vordergrund.
Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
- in der Literatur nicht näher beschrieben
- keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
- in der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- keine charakteristischen Verlangen überliefert
- keine charakteristischen Abneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Durchfall, in Repertorien Chaparro amargoso zugeordnetruhrartige DarmzuständeBeschwerden des Mastdarms allgemein
Abgrenzung
Chaparro amargoso ist ein Randmittel mit sehr schmaler Symptombasis; für die Wahl bleibt praktisch nur die Darmrichtung. Bei ruhrartigem Durchfall mit anhaltendem Tenesmus ist Mercurius corrosivus das ausgearbeitete Mittel, bei blutig-schleimigem Stuhl mit Zusammenkrümmen Colocynthis, bei Erschöpfung nach langem Säfteverlust China officinalis. Von Simaruba, der nächstverwandten Bitterrinde, ist Chaparro amargoso auf der vorliegenden Grundlage kaum zu unterscheiden; beide sind über dieselbe volksheilkundliche Verwendung in die Materia medica gelangt.
Verwandte Mittel
SimarubaChina officinalisMercurius corrosivusColocynthisPodophyllum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.