HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 1190

Cobaltum nitricum

Cob-n.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cobaltum nitricum ist das salpetersaure Salz des Schwermetalls Kobalt und steht als kleines, wenig geprüftes Mineralmittel neben dem bekannteren Cobaltum metallicum. Die drei vorliegenden Rubriken deuten in drei Richtungen: eine Zuordnung zur sykotischen Belastung, grünlicher Auswurf und die Furcht zu versagen. Ein ausgearbeitetes Arzneimittelbild besteht auf dieser Grundlage nicht.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDer einzige verzeichnete Gemütszug ist die Furcht zu versagen — die Sorge, den an einen gestellten Anforderungen nicht zu genügen. Sie passt zu dem Bild von Erschöpfung und nachlassender Leistungsfähigkeit, das die Literatur den Kobaltverbindungen allgemein zuschreibt. Über Körperbau und weitere konstitutionelle Züge ist auf dieser schmalen Grundlage nichts Belastbares zu sagen.

Gemütsbild

Furcht zu versagen, den Anforderungen nicht zu genügenSorge um die eigene Leistungsfähigkeitdarüber hinaus keine gesicherten Gemütssymptome überliefert

Das Gemütskapitel führt für Cobaltum nitricum eine einzige Angabe: die Furcht zu versagen. Sie beschreibt die Anspannung vor Prüfungen, Auftritten und Aufgaben, bei denen etwas von einem erwartet wird. Für Cobaltum metallicum beschreibt die Literatur ein verwandtes Thema — Erschöpfung nach Überforderung mit dem Gefühl, den eigenen Ansprüchen nicht mehr zu genügen. Ob sich das auf das Nitrat übertragen lässt, ist offen; die vorliegende Datenbasis gibt dazu nichts her. Für die Mittelwahl bleibt die verzeichnete Furcht der einzige belastbare seelische Anhaltspunkt.

Ängste: Furcht zu versagen, darüber hinaus keine charakteristischen Ängste in den vorliegenden Rubriken verzeichnet

Leitsymptome

Grünlicher Auswurf — die einzige örtliche Zuordnung der vorliegenden Rubriken
Zuordnung zur sykotischen Belastung im Sinne der Miasmenlehre, in den Allgemeinsymptomen eigens verzeichnet
Rückenschmerzen und Erschöpfung mit sexueller Schwäche, wie sie die Literatur für Cobaltum metallicum beschreibt, ohne Rubrikbeleg für das Nitrat in der vorliegenden Datenbasis
Verschlechterung
  • keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

grünlicher Auswurf, in Repertorien Cobaltum nitricum zugeordnetZustände mit Versagensfurchtsykotisch eingeordnete Zustände im Sinne der Miasmenlehre

Abgrenzung

Cobaltum nitricum ist ein Randmittel mit sehr schmaler Symptombasis. Cobaltum metallicum ist die weit besser beschriebene Kobaltverbindung und bei Rücken- und Erschöpfungszuständen das ausgearbeitete Mittel. Bei Versagensfurcht vor Auftritten und Prüfungen sind Lycopodium clavatum, Gelsemium sempervirens und Silicea die klassisch zugeordneten Arzneien. Grünlicher Auswurf wird vor allem Pulsatilla, Kalium bichromicum und Natrium sulphuricum zugeschrieben. Die Nitrate teilen untereinander die Zuordnung zu brennenden, reizenden Absonderungen.

Verwandte Mittel

Cobaltum metallicumLycopodium clavatumGelsemium sempervirensKalium bichromicumNatrium sulphuricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.