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Materia medica · Nr. 1236

Copaiva officinalis

Cop.

In 1.411 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Copaiva officinalis, der Balsam eines südamerikanischen Baumes aus der Familie der Hülsenfrüchtler, wird in der Materia medica vor allem als Mittel der Schleimhäute von Harnwegen und Atemwegen beschrieben. Im Vordergrund stehen brennende Beschwerden beim Wasserlassen, ein verzögert einsetzender, dünner Harnstrahl und ein eigentümlicher Veilchengeruch des Urins. Daneben ist eine deutliche Hautkomponente mit Nesselausschlag verzeichnet.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemütsbild liegt in den vorliegenden Rubriken nichts Belastbares vor. Die Literatur beschreibt das Mittel überwiegend über körperliche Schleimhaut- und Hautsymptome, nicht über eine ausgeprägte seelische Charakteristik.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenIn der Literatur nicht näher beschriebenDas Mittelbild ist überwiegend körperlich geprägt

Zu Copaiva liegen in den vorliegenden Repertoriumsrubriken keine ausgeprägten Gemütssymptome vor. Auch die klassische Materia medica beschreibt das Mittel im Wesentlichen über die Schleimhäute von Harnwegen, Atemwegen und Darm sowie über Hautausschläge. Eine seelische Charakteristik wie bei den großen Konstitutionsmitteln wird nicht überliefert. Angaben zum Gemüt sollten deshalb zurückhaltend beurteilt und nicht über die Quellenlage hinaus ausgedeutet werden.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Brennen in der Harnröhre während des Wasserlassens, besonders am Blasenhals; im Repertorium mehrfach verzeichnet
Erschwertes, verzögertes Wasserlassen: der Harn setzt erst nach Warten ein und fließt in dünnem Strahl
Urin mit auffallendem Geruch nach Veilchen; anhaltender Harndrang
Nesselausschlag im Gesicht und am Körper, mit Juckreiz; Hautausschläge, die nach Unterdrückung wieder hervortreten
Schleimig-eitriger Katarrh der Blase mit Entzündung des Blasenhalses
Bauchschmerzen mit Kneifen und Krampf, die sich durch Zusammenkrümmen bessern, oft während Durchfall
Tiefe, belegte Stimme; grünlicher Auswurf
Verschlechterung
  • Während des Wasserlassens
  • Morgens
  • Nach dem Genuss verdorbenen Fisches, in den Rubriken im höchsten Grad verzeichnet
  • Nach Unterdrückung von Hautausschlägen
Verbesserung
  • Zusammenkrümmen bei Bauchschmerzen
  • Nach dem vollständigen Entleeren der Blase
  • Ruhe

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Zwiebeln
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei brennenden Beschwerden der Harnröhre während des Wasserlassens aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Reizzuständen der Blase mit schleimig-eitriger AbsonderungBei verzögertem Wasserlassen mit dünnem Strahl verzeichnetBei Nesselausschlag und juckenden Hautausschlägen genanntBei Katarrhen der Atemwege mit grünlichem Auswurf in der Literatur beschrieben

Abgrenzung

Cantharis zeigt das Brennen der Harnwege noch heftiger und unstillbarer, mit qualvollem Drang vor, während und nach dem Wasserlassen; Copaiva hat mehr das Warten auf den Harn und den dünnen Strahl. Cannabis sativa teilt die Harnröhrenbeschwerden mit Brennen und Absonderung, ohne die ausgeprägte Hautkomponente. Von Terebinthina unterscheidet Copaiva der charakteristische Veilchengeruch des Urins bei Terebinthina; dieser Geruch ist bei beiden Mitteln beschrieben und erfordert genaues Vergleichen der übrigen Symptome.

Verwandte Mittel

CantharisCannabis sativaTerebinthinaSarsaparillaPetroselinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.