Cubeba officinalis, der Kubebenpfeffer, ist ein altes Mittel der Harnwege. Im Vordergrund steht ein Brennen beim Wasserlassen, das noch nach dem Wasserlassen an der Harnröhrenmündung anhält, dazu häufiger, unbefriedigter Drang und flockiger Harn. Bei Frauen wird das Mittel vor allem bei weißlichem Ausfluss genannt, bei Männern bei langwierigen Reizzuständen von Harnröhre und Vorhaut.
Konstitution
Gemütsbild
Eigene Gemütsrubriken sind kaum verzeichnetBemerkenswert ist ein Kraftgefühl, ein Empfinden von Stärke, in hohem Grad ausgewiesenZermürbung durch den anhaltenden HarndrangZurückhaltung, über das Leiden zu sprechen
Für Cubeba verzeichnet die Datenbank nur die allgemeine Gemütsrubrik ohne nähere Ausdifferenzierung; ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt. Auffällig ist eine unter den Empfindungen aufgeführte Rubrik, die in hohem Grad ausgewiesen ist: das Empfinden von Kraft und Stärke. Das ist bei einem Mittel mit ansonsten örtlich begrenztem Wirkungsbereich ungewöhnlich und verdient Beachtung. Im Übrigen bestimmt das körperliche Leiden das Bild: Der ständige, unbefriedigte Harndrang und das anhaltende Brennen zermürben und machen unruhig, und die Art des Leidens führt oft dazu, dass darüber nur zurückhaltend gesprochen wird. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die örtlichen Zeichen der Harnwege.
Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Sorge um den langwierigen Verlauf der Beschwerden
Leitsymptome
- Fisch und Salat, in den Rubriken in hohem Grad als verschlimmernd verzeichnet
- Beim Wasserlassen und unmittelbar danach
- Beischlaf, was das Atmen betrifft
- Kälte, mit Frösteln und Durst
- Wärme
- Ruhe
- Reichliches Trinken, das den Harn verdünnt
Verlangen und Abneigungen
- Zwiebeln, in den Rubriken verzeichnet
- Heißhunger, in hohem Grad ausgewiesen
- Fisch und Salat, die deutlich verschlimmern
- Darüber hinaus in der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Brennen in der Harnröhre während und nach dem Wasserlassen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu langwierigen Reizzuständen der HarnröhreBei Blasenentzündung mit häufigem, unbefriedigtem Drang verzeichnetBei weißlichem Ausfluss genanntBei Reizzuständen der Vorhaut aufgeführtIn der Literatur bei Husten mit zähem Auswurf beschrieben
Abgrenzung
Cannabis sativa steht ebenfalls bei brennendem Schmerz der Harnröhre, dort mit dem kennzeichnenden Gefühl, ein Tropfen bleibe zurück, und mit gespreiztem Gang. Copaiva, ebenfalls ein Balsam der alten Harnwegsmittel, zeigt den Ausfluss zusammen mit Hautausschlägen. Cantharis bringt das schneidende Brennen vor, während und nach dem Wasserlassen mit unerträglichem Drang, Petroselinum den plötzlichen, nicht aufschiebbaren Drang mit Jucken tief in der Harnröhre. Für Cubeba spricht der Schmerz, der erst nach dem Wasserlassen an der Mündung auftritt, zusammen mit der ausgeprägten Verschlimmerung durch Fisch und Salat.
Verwandte Mittel
Cannabis sativaCopaiva officinalisCantharisPetroselinumThuja occidentalisPulsatilla
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.