Cuprum sulphuricum, das Kupfersulfat, teilt mit den übrigen Kupferverbindungen die krampfartige Grundnatur, tritt aber schärfer und rascher in Erscheinung. Beschrieben werden zuckende Krämpfe der Glieder, Übelkeit und Erbrechen mit metallischem Geschmack sowie eine drückende Beklemmung auf der Brust mit trocken-bellendem Husten. Kennzeichnend ist die Neigung zum plötzlichen Zusammenbrechen der Kräfte mit Kälte und Ohnmachtsneigung.
Konstitution
Gemütsbild
Wunsch, in Ruhe gelassen zu werdenReizbarkeit, besonders nachtsInnere Unruhe bei äußerer StilleAngst, die in der Brust empfunden wird
Die Gemütsrubriken zu Cuprum sulphuricum stehen im niedrigsten Grad und sind entsprechend zurückhaltend zu lesen. Verzeichnet ist der ausdrückliche Wunsch nach Ruhe, das Bedürfnis, nicht angesprochen und nicht gestört zu werden, verbunden mit Reizbarkeit und einer Unruhe, die vor allem nachts auftritt. Dazu tritt eine Angst, die in der Brust empfunden wird und in den Rubriken zur Brust ausdrücklich aufgeführt ist. Damit zeigt sich dasselbe Grundmuster wie im Körperlichen: ein Zusammenziehen, ein Verschließen nach innen, das nach außen als Stille erscheint. Ein ausgearbeitetes chronisches Gemütsbild liegt zu dieser Kupferverbindung nicht vor; für die Grundzüge des Kupfers ist auf Cuprum metallicum zu verweisen.
Ängste: Angst, die als Beklemmung in der Brust empfunden wird, Innere Unruhe in der Nacht
Leitsymptome
- Nachts, Unruhe und Reizbarkeit
- Husten, der Atmung und Brustschmerz verstärkt
- In den Repertorien ist eine Verschlimmerung im Zusammenhang mit Phosphor eigens verzeichnet
- Vor dem Stuhlgang, die krampfartigen Bauchschmerzen
- Einatmen, der Schmerz im rechten Oberbauch
- Wärme, bei den krampfartigen Bauchschmerzen
- Ruhe und Ungestörtsein
- Nachlassen des Hustenreizes
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Krämpfen und zuckenden Bewegungen der Glieder aufgeführtKlassisch zugeordnet zu heftigen Brechdurchfallzuständen mit ErschöpfungBei Beklemmung der Brust mit trockenem, hackendem Husten verzeichnetBei metallischem Geschmack mit Übelkeit genanntBei Zusammenbruch der Kräfte mit Kälte und Ohnmachtsneigung aufgeführtBei Bindehautentzündung mit körnigen Lidern verzeichnet
Abgrenzung
Cuprum metallicum zeigt dieselbe krampfartige Grundnatur, dort mit den kennzeichnenden Krämpfen, die an Fingern und Zehen beginnen, und der Besserung durch kaltes Trinken. Veratrum album teilt den Zusammenbruch mit kaltem Schweiß auf der Stirn und heftigem Brechdurchfall, dazu jedoch das Verlangen nach Kaltem und Saurem. Arsenicum album teilt Kälte, Schwäche und Unruhe, ist aber ängstlich getrieben und bessert sich durch Wärme. Für Cuprum sulphuricum spricht das Nebeneinander von Krämpfen, metallischem Geschmack und Brustbeklemmung mit hackendem Husten.
Verwandte Mittel
Cuprum metallicumVeratrum albumArsenicum albumCuprum arsenicosumCamphoraZincum metallicum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.