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Materia medica · Nr. 1464

Eriodyction californicum

Erio.

In 10 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Eriodictyon californicum, in Kalifornien als Yerba santa bekannt, ist ein harzig-aromatischer Strauch, dessen Blätter von den indigenen Bewohnern Kaliforniens bei Husten und Verschleimung verwendet wurden. In der homöopathischen Literatur ist es ein kleines, klar auf die Atemwege gerichtetes Mittel: die Repertorien führen es bei asthmatischer Atmung, bei Bronchitis, bei Nasenkatarrh und bei zehrenden Lungenerkrankungen. Ein Konstitutions- oder Gemütsbild ist nicht ausgearbeitet.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild liegt nicht vor. Die Literatur beschreibt einen Zustand - den verschleimten, geschwächten Menschen mit langwierigem Husten - und keinen bestimmten Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Das Mittel ist über seine Wirkung auf die Atemwege beschrieben worden; wer es erwägt, geht vom Husten- und Verschleimungsbild aus.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertErschöpfung und Verdrossenheit bei langwierigem HustenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Eriodictyon californicum verzeichnen die Repertorien keine Gemütsrubriken. Das Mittel gehört zu den kleinen Atemwegsarzneien, die aus der Volksmedizin in die Materia medica übernommen und dort über ihre örtliche Wirkung beschrieben wurden. Ein seelisches Thema, an dem sich das Mittel erkennen ließe, wurde nie erarbeitet. Was an Mattigkeit oder Verdrossenheit auftritt, gehört zum langwierigen Husten und ist nicht kennzeichnend. Der Zugang führt allein über die Atemwegszeichen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Asthmatische Atmung mit Beklemmung - einer der beiden Schwerpunkte des Mittels
Entzündliche Reizung der Bronchien (Bronchitis) mit reichlicher Verschleimung
Nasenkatarrh mit Absonderung
Zehrende Lungenerkrankung, in den Repertorien als Phthisis pulmonalis verzeichnet
In der klinischen Gruppe verzeichnet: Grippe (Influenza)
Die ältere Literatur beschreibt den Auswurf als reichlich und zäh, mit erleichtertem Abhusten
Verschlechterung
  • Feuchtes, kaltes Wetter, wie bei katarrhalischen Zuständen üblich
  • Zu weiteren Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor
Verbesserung
  • Abhusten des Schleims
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Asthmatische AtembeschwerdenChronische Bronchitis mit VerschleimungNasenkatarrhLangwierige HustenzuständeGrippale Verläufe

Abgrenzung

Unter den Atemwegsmitteln decken die geprüften Arzneien das Feld weit umfassender ab: Ipecacuanha zeigt die rasselnde Verschleimung mit Übelkeit, Antimonium tartaricum das Rasseln bei schwachem Abhusten, Sticta pulmonaria den trockenen Reizhusten mit Druck an der Nasenwurzel, Hydrastis canadensis das zähe, gelbe Sekret. Bei zehrenden Lungenerkrankungen sind Stannum metallicum und Tuberculinum die klassisch genannten Mittel. Eriodictyon californicum wird ergänzend erwogen, wenn die reichliche Verschleimung mit asthmatischer Atmung das Bild bestimmt. Anhaltende Lungenbeschwerden gehören ärztlich abgeklärt.

Verwandte Mittel

IpecacuanhaAntimonium tartaricumSticta pulmonariaHydrastis canadensisStannum metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.