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Materia medica · Nr. 1474

Eryngium maritimum

Ery-m.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Eryngium maritimum, die Stranddistel, ist ein Doldenblütler der europäischen Dünen und Küsten. Ihre Wurzel war in der älteren Volksmedizin als harntreibendes und schleimlösendes Mittel gebräuchlich. In der homöopathischen Literatur steht sie im Schatten der weit bekannteren Schwesterart Eryngium aquaticum. Die Datenbasis führt Eryngium maritimum bei Schwäche, Fieber, Husten und herpetischen Hautausschlägen auf. Das Bild ist schmal und beruht auf wenigen überlieferten Angaben.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Ein eigenes Konstitutionsbild wurde für Eryngium maritimum nicht ausgearbeitet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen in der Datenbasis keine Rubriken vor. Die überlieferten Angaben betreffen ausschließlich den Allgemeinzustand, das Fieber, den Husten und die Haut. Die ältere Literatur beschreibt die Stranddistel als Mittel für geschwächte Menschen mit langwierigen Schleimhaut- und Hautzuständen, ohne daraus ein seelisches Bild zu entwickeln.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetDie Überlieferung beschränkt sich auf Allgemeinzustand, Fieber, Husten und HautKein ausgearbeitetes seelisches Bild vorhanden

Zum Gemüt führt die Datenbasis für Eryngium maritimum keine einzige Rubrik. Die Pflanze ist über die Volksmedizin in die homöopathische Arzneimittellehre gelangt, nicht über eine ausgearbeitete Prüfung, und so blieb das Bild auf körperliche Angaben beschränkt. Erkennbar ist allein ein Zustand allgemeiner Schwäche, wie er zu langwierigen fieberhaften und katarrhalischen Verläufen gehört. Ein Gemütsbild aus verwandten Doldenblütlern zu übernehmen wäre nicht belegt. Wer das Mittel erwägt, tut das über die körperlichen Angaben.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwäche, in den Allgemeinrubriken als eigener Eintrag geführt und der auffälligste Zug des Mittels
Fieber, ohne nähere Kennzeichnung der Form verzeichnet
Husten, ebenfalls allgemein geführt, passend zur volksmedizinischen Verwendung als schleimlösendes Mittel
Herpetische Hautausschläge, in den Hautrubriken bis zu dieser Form aufgegliedert
Langwierige katarrhalische Zustände mit Erschöpfung, wie sie die ältere Literatur beschreibt
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Datenbasis nennt nur die betroffenen Bereiche
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Zustände allgemeiner SchwächeFieberhafte Verläufe ohne nähere KennzeichnungHustenHerpetische HautausschlägeErschöpfung nach langwierigen katarrhalischen Zuständen

Abgrenzung

Eryngium aquaticum ist die homöopathisch weit besser geprüfte Art derselben Gattung und wird klassisch den Reizzuständen der Harnwege und den Absonderungen der Geschlechtsorgane zugeordnet; wer an Eryngium denkt, prüft zuerst diese Zuordnung. Für herpetische Ausschläge sind Rhus toxicodendron und Natrium muriaticum die weit besser belegten Mittel, für Schwäche mit Fieber China officinalis. Eryngium maritimum bleibt ein Randmittel mit sehr schmaler Datenbasis, das vor allem über die Verbindung von Schwäche, Husten und Hautausschlag in Betracht kommt.

Verwandte Mittel

Eryngium aquaticumRhus toxicodendronNatrium muriaticumChina officinalisSarsaparilla

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.