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Materia medica · Nr. 1506

Euphorbia ipecacuanhae

Euph-ip.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Euphorbia ipecacuanhae, die amerikanische Brechwurz-Wolfsmilch, ist ein Wolfsmilchgewächs der sandigen Küstenebenen Nordamerikas, dessen Wurzel wegen ihrer heftig brechenerregenden Wirkung als Ersatz für die echte Ipecacuanha diente. In der Homöopathie ist sie ein kleines, kaum geprüftes Mittel; die drei vorliegenden Rubriken folgen genau dieser Wirkung und nennen Magen, Magenentzündung und Erbrechen. Ein ausgearbeitetes Arzneimittelbild besteht nicht.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Konstitutionsbild ist für Euphorbia ipecacuanhae nicht überliefert. Das Mittel ist über die bekannte Brech- und Reizwirkung der Wurzel in die Sammlungen gelangt und nicht über eine Arzneimittelprüfung, aus der sich ein Wesensbild ergeben hätte. Angaben zu Temperament oder Körperbau wären hier ohne Grundlage.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertHinfälligkeit bei anhaltendem ErbrechenUnruhe im akuten Magenzustand

In OpenHomeopath sind für Euphorbia ipecacuanhae keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die knappe Literatur beschreibt das Mittel ausschließlich über Magen und Verdauung. Was sich an seelischer Beteiligung sagen lässt, ist unspezifisch und gilt für heftige Brechzustände allgemein: Schwäche, Unruhe während des Anfalls, danach Gleichgültigkeit. Für die Mittelwahl trägt das nichts bei; maßgeblich sind die Magenzeichen. Andere Wolfsmilcharten wie Euphorbium sind über die brennende Reizwirkung auf Haut und Schleimhäute besser dokumentiert.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Erbrechen — die deutlichste verzeichnete Zuordnung, entsprechend der brechenerregenden Wirkung der Wurzel
Entzündliche Reizung des Magens, in den Rubriken eigens geführt
Beschwerden des Magens allgemein, als übergeordnete Zuordnung
Anhaltende Übelkeit, die durch das Erbrechen nicht nachlässt, wie sie die ältere Literatur den Brechwurzeln zuschreibt, ohne Rubrikbeleg in der vorliegenden Datenbasis
Verschlechterung
  • keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Erbrechen, in Repertorien Euphorbia ipecacuanhae zugeordnetentzündliche MagenreizungMagenbeschwerden allgemein

Abgrenzung

Euphorbia ipecacuanhae ist ein Randmittel mit sehr schmaler Symptombasis; für die Wahl bleibt allein die Magenrichtung. Ipecacuanha, die echte Brechwurz, trägt das ausgearbeitete Bild anhaltender Übelkeit mit reiner Zunge und ist bei diesem Zeichen das maßgebliche Mittel. Bei brennendem Magenschmerz mit Unruhe ist Arsenicum album zugeordnet, bei Erbrechen mit Kollaps und kaltem Schweiß Veratrum album. Von Euphorbium und den übrigen Wolfsmilcharten unterscheidet sich das Mittel dadurch, dass jene über die brennende Wirkung auf Haut und Schleimhäute geführt werden.

Verwandte Mittel

IpecacuanhaEuphorbiumArsenicum albumVeratrum albumAntimonium tartaricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.