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Materia medica · Nr. 1528

Ferrum bromatum

Ferr-br.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ferrum bromatum, das Eisenbromid, gehört zu der Reihe der Eisensalze, die in der Materia medica jeweils die Züge des Eisens mit denen ihres Säurepartners verbinden. Vom Eisen stammt die Neigung zu Blutarmut, Erschöpfung und Erschlaffung der Gewebe, vom Brom der Bezug zu den Drüsen und zu reizenden Absonderungen. Die Datenbasis führt Ferrum bromatum vor allem im Bereich der Geschlechtsorgane auf: Samenabgänge beim Mann, weißlicher Ausfluss und Gebärmuttersenkung bei der Frau, dazu Kopfschmerz. Das Bild ist knapp, hat aber einen erkennbaren Schwerpunkt in der Erschlaffung des Beckenbodens.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden für die Eisensalze blasse, leicht ermüdbare Menschen mit schlaffer Gewebespannung, die bei geringer Anstrengung rot im Gesicht werden und ebenso rasch wieder erblassen.
Thermalitätfrostig
TemperamentEin eigenes Temperamentsbild ist für Ferrum bromatum nicht überliefert; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Die Eisenmittel werden in der klassischen Materia medica als reizbar-erschöpft beschrieben: Man verträgt Widerspruch schlecht, wird schnell heftig und ist danach umso matter. Ob dieser Zug für das Bromid gilt, geht aus den Quellen nicht hervor.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetFür die Eisenmittel allgemein wird Reizbarkeit bei rascher Erschöpfung beschriebenKein eigenständiges seelisches Bild überliefert

Zum Gemüt von Ferrum bromatum führt die Datenbasis keine Rubrik. Für die Gruppe der Eisenmittel beschreibt die klassische Materia medica eine Verbindung aus Reizbarkeit und Erschöpfung: heftiges Auffahren bei Widerspruch, danach umso größere Mattigkeit, dazu eine Empfindlichkeit gegen Lärm und Aufregung. Die Brommittel wiederum sind mit Unruhe und dem Bedürfnis nach Bewegung beschrieben. Beides auf Ferrum bromatum zu übertragen wäre eine Vermutung; belegt ist es nicht. Wer das Mittel erwägt, geht von den körperlichen Angaben aus, insbesondere vom Bild der Erschlaffung im Becken.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Gebärmuttersenkung, der kennzeichnendste Eintrag des Mittels und Ausdruck der allgemeinen Gewebserschlaffung
Weißlicher Ausfluss bei der Frau, in den Rubriken der weiblichen Geschlechtsorgane geführt
Samenabgänge beim Mann, ebenfalls als Zeichen erschlaffter Gewebespannung
Kopfschmerz, ohne nähere Kennzeichnung der Art verzeichnet
Allgemeine Schwäche und Blässe, wie sie für die Eisensalze beschrieben werden
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Für die Eisenmittel allgemein werden Ruhe und Kälte als verschlimmernd beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet
  • Für die Eisenmittel allgemein wird langsame Bewegung als bessernd beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Senkungsbeschwerden der GebärmutterWeißlicher AusflussUnwillkürliche SamenabgängeKopfschmerzErschöpfungszustände mit Blässe, wie sie den Eisenmitteln zugeordnet werden

Abgrenzung

Ferrum metallicum ist das Hauptmittel der Gruppe und in jeder Hinsicht besser belegt; Ferrum iodatum steht Ferrum bromatum am nächsten und teilt die Zuordnung zu Drüsen und Senkungsbeschwerden. Für Gebärmuttersenkung sind Sepia, Lilium tigrinum und Podophyllum peltatum die klassisch zugeordneten Mittel, wobei Sepia zusätzlich das kennzeichnende Gemütsbild mitbringt. Ferrum bromatum bleibt ein Randmittel, dessen Platz sich vor allem aus der Verbindung von Eisenschwäche und Beckenbodenerschlaffung ergibt.

Verwandte Mittel

Ferrum metallicumFerrum iodatumBromumSepiaLilium tigrinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.