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Materia medica · Nr. 147

Ferrum muriaticum

Ferr-m.

In 450 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ferrum muriaticum, das Eisenchlorid, gehört zu den Eisenmitteln und wird in der Materia medica bei Blutarmut mit auffallender Schwäche beschrieben. Als besonders kennzeichnend gilt der Schmerz in der rechten Schulter, der in den Repertorien im höchsten Grad aufgeführt ist. Daneben stehen ein Bezug zur Milz, Blutungsneigung und ein Verlangen nach Fleisch und Saurem bei gleichzeitiger Unverträglichkeit von Fett und Eiern.

Konstitution

KörperbauKlassisch beschrieben bei blassen, blutarmen Menschen, die trotz Blässe zu fliegender Röte im Gesicht neigen; ein bestimmter Körperbau wird nicht hervorgehoben.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie Rubriken nennen im Gemütsbereich vor allem Unentschlossenheit. Beschrieben wird eine schwankende, schwer zu einem Entschluss kommende Verfassung bei allgemeiner Kraftlosigkeit. Ein tiefer ausgearbeitetes Gemütsbild ist für dieses Eisensalz nicht überliefert.

Gemütsbild

Unentschlossenheit und UnschlüssigkeitKraftlosigkeit und SchwächeAbsurde TräumeWenig ausgeprägtes eigenständiges Gemütsbild

Zum Gemüt liegen nur wenige Angaben vor. Verzeichnet ist Unentschlossenheit, also die Schwierigkeit, sich zu einem Entschluss durchzuringen, sowie absurde Träume. Die klassische Literatur ordnet die Eisenmittel insgesamt einer Verfassung zu, in der Schwäche und Reizbarkeit nebeneinander stehen und in der bereits geringe Anstrengung erschöpft. Für Ferrum muriaticum im Besonderen ist kein eigenständiges seelisches Thema überliefert; die Mittelwahl stützt sich in der Praxis auf die körperlichen Zeichen, vor allem den rechtsseitigen Schulterschmerz und die Nahrungsmodalitäten. Ängste sind in den Rubriken nicht ausgewiesen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schmerz in der Schulter, ausdrücklich rechtsseitig, in den Repertorien im höchsten Grad aufgeführt
Ausgeprägte allgemeine Schwäche
Bezug zur Milz: Milzvergrößerung und Beschwerden der Milzgegend
Blutungsneigung: Blutung aus der Harnröhre, Nasenbluten mit geronnenem Blut, kaffeesatzartiger Stuhl
Stechender und wunder Brustschmerz beim Husten; Muskelkrämpfe der Beine, Geschwüre an den Unterschenkeln
Fehlender Appetit am Morgen, bitteres Aufstoßen; Prostatavergrößerung; phosphatreicher Harnsatz und Zucker im Harn
Verschlechterung
  • Fette Speisen
  • Eier
  • Morgens (Appetitmangel)
  • Während des Stuhlgangs (Frösteln)
  • Nach dem Essen (Blähungen)
  • Husten (Brustschmerz)
Verbesserung
  • Langsame Bewegung
  • Wärme
  • Saure Speisen und Fleisch, die verlangt werden

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Fleisch
  • Saures
Abneigung
  • Saures (in den Rubriken zugleich, in geringerem Grad, als Abneigung aufgeführt)
  • Fette Speisen und Eier, da Beschwerden folgen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei rechtsseitigem Schulterschmerz aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Blutarmut mit ausgeprägter SchwächeBei Beschwerden und Vergrößerung der Milz in den Repertorien verzeichnetBei Blutungen aus der Harnröhre genanntBei Prostatavergrößerung vermerktBei Unverträglichkeit von fetten Speisen und Eiern aufgeführt

Abgrenzung

Ferrum metallicum teilt die Blutarmut, die Schwäche und die fliegende Gesichtsröte, zeigt aber die charakteristische Besserung durch langsames Umhergehen und die Unverträglichkeit von Eiern noch deutlicher; der rechtsseitige Schulterschmerz gilt dagegen als Kennzeichen von Ferrum muriaticum. Ferrum phosphoricum steht bei beginnenden Fieberzuständen mit hellrotem Blut. Chelidonium hat ebenfalls einen rechtsseitigen Schulterschmerz, dort jedoch unter dem rechten Schulterblatt und mit ausgeprägtem Leberbezug. China officinalis kommt bei Milzbeteiligung und Schwäche nach Säfteverlust in Betracht.

Verwandte Mittel

Ferrum metallicumFerrum phosphoricumChelidonium majusChina officinalisNatrium muriaticumCeanothus americanus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.