Ficus religiosa, der Pappelfeigenbaum oder Bodhi-Baum, ist in Indien der heilige Baum, unter dem Buddha die Erleuchtung fand. In die homöopathische Arzneimittellehre kam er über die indische Schule und gilt dort als ausgesprochenes Blutungsmittel: Die Literatur beschreibt Blutungen mit hellrotem Blut aus verschiedenen Organen. Die Datenbasis führt ihn folgerichtig bei zu starker und zu lange dauernder Regelblutung, bei Zwischenblutungen und allgemein bei Blutungen auf.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetMattigkeit und Kraftlosigkeit als Folge wiederholter BlutverlusteKein ausgearbeitetes seelisches Bild überliefert
Ficus religiosa ist in der Literatur ein organbezogenes Blutungsmittel, kein durchgezeichnetes Gemütsmittel; die Datenbasis führt keine Gemütsrubrik. Was über das seelische Befinden gesagt wird, ergibt sich aus der Folge der Blutungen: Erschöpfung, Blässe und das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben, wie es die Materia medica auch für andere Blutungsmittel beschreibt. Kennzeichnend ist die Beschreibung des Blutes selbst, das als hellrot und rasch fließend geschildert wird. Ein Gemütsbild zu ergänzen, das in den Quellen nicht steht, ist hier nicht angebracht.
Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
- Die indische Literatur nennt körperliche Anstrengung im Zusammenhang mit dem Wiederauftreten von Blutungen
- In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet
- Ruhe wird im Zusammenhang mit den Blutungen als bessernd beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
In Repertorien häufig zugeordnet
Zu starke RegelblutungZu lange dauernde RegelblutungZwischenblutungen außerhalb der RegelBlutungen mit hellrotem Blut allgemeinErschöpfung nach wiederholten Blutverlusten
Abgrenzung
Millefolium teilt die Zuordnung zu hellroten, ungerinnbaren Blutungen und ist das am häufigsten damit verglichene Mittel. Ipecacuanha wird bei hellroten Blutungen mit anhaltender Übelkeit genannt, Phosphorus bei leicht auftretenden Blutungen aus verschiedenen Organen bei zarten, hochgeschossenen Menschen. Trillium pendulum und China officinalis stehen für Blutungen mit ausgeprägter Schwäche danach; China wird vor allem für die Folgen der Säfteverluste herangezogen. Ficus religiosa unterscheidet sich von diesen durch das schmale, ganz auf die Blutung gerichtete Bild ohne ausgearbeitetes Gemütsbild.
Verwandte Mittel
MillefoliumIpecacuanhaPhosphorusTrillium pendulumChina officinalis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.