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Materia medica · Nr. 1561

Filix mas

Fil.

In 19 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Filix mas, der Wurmfarn, ist das klassische Wurmmittel des alten Arzneischatzes und in der Homöopathie ganz auf diesen Bereich zugeschnitten. Höchstbewertet und kennzeichnend sind Beschwerden durch Bandwürmer. Als zweite, aus der Vergiftung abgeleitete Seite steht die Beziehung zum Sehnerv: Nach zu hoher Gabe des Wurzelstocks wurden Sehstörungen bis zur Erblindung beobachtet.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden blasse, magere Menschen, oft Kinder, mit aufgetriebenem Bauch, wechselndem Appetit und schlechter Ausnutzung der Nahrung.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Filix mas ist ein Mittel mit engem, klar umrissenem Wirkungskreis und wird über das Wurmbild gefunden, nicht über die seelische Verfassung.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Filix mas sind im Repertorium keine Gemütszeichen verzeichnet. Der Wurmfarn war über Jahrhunderte das gebräuchlichste Mittel gegen Bandwürmer und ist mit dieser engen Zuordnung in die homöopathische Arzneimittellehre übernommen worden. Die Unruhe, das Zähneknirschen und das Nasenbohren, die man bei Wurmbefall allgemein beschreibt, werden im Repertorium anderen Mittel zugeordnet - vor allem Cina - und sind für Filix mas nicht eigens geführt. Wer das Mittel erwägt, geht daher vom Wurmbefund und den Bauchbeschwerden aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Beschwerden durch Bandwürmer - im Repertorium doppelt und mit erhöhtem Grad geführt (Mastdarm und klinische Rubrik)
Wurmbeschwerden allgemein mit Bauchbeschwerden
Blähungen und aufgetriebener Bauch
Beziehung zum Sehnerv; Sehstörungen bis zum Sehverlust nach zu hoher Gabe des Wurzelstocks
Bei Frauen sind Unfruchtbarkeit und Fehlgeburt unter diesem Mittel geführt
Verschlechterung
  • Nach süßen Speisen und nach Milch (bei Wurmbeschwerden klassisch beschrieben)
  • Nachts
Verbesserung
  • Nach dem Abgang von Würmern
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Süßigkeiten - bei Wurmbeschwerden allgemein beschrieben, für dieses Mittel nicht eigens geführt
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Beschwerden durch BandwürmerWurmbeschwerden mit BauchauftreibungBlähungen bei KindernSehstörungen mit Beteiligung des Sehnervs

Abgrenzung

Cina ist das große Wurmmittel der Homöopathie mit dem kennzeichnenden Gemütsbild - launisch, unzufrieden, will nicht angesehen oder berührt werden - sowie Nasenbohren und Zähneknirschen. Spigelia anthelmia und Teucrium marum verum stehen ebenfalls bei Wurmbeschwerden, Teucrium besonders bei Madenwürmern mit Jucken am After. Filix mas ist demgegenüber ausdrücklich auf den Bandwurm bezogen und hat als eigene Note die Beziehung zum Sehnerv.

Verwandte Mittel

CinaSpigelia anthelmiaTeucrium marum verumGranatumKousso

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.