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Materia medica · Nr. 1583

Franciscea uniflora

Franc.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Franciscea uniflora, in Brasilien als Manacá bekannt und heute botanisch zu den Brunfelsien gerechnet, ist eine südamerikanische Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. Sie kam über die brasilianische Homöopathie des 19. Jahrhunderts in die Materia medica. Die Repertorien führen sie klinisch bei Rheumatismus und bei Syphilis auf, dazu bei Entzündung des Herzbeutels und bei Kopfschmerz. Damit steht sie in der kleinen Gruppe von Mitteln, die rheumatische Beschwerden mit einer Beteiligung des Herzbeutels verbinden.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Die brasilianischen Prüfungsberichte nennen keinen typischen Körperbau.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen keine Rubriken vor. Franciscea uniflora wird über die klinischen Zuordnungen erwogen, nicht über seelische Merkmale. Die Berichte der brasilianischen Autoren beschreiben vor allem die Wirkung auf Schleimhäute, Gelenke und Speichelfluss; ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetKein seelisches Arzneibild überliefertZuordnung über Herz-, Kopf- und klinische Rubriken

Für Franciscea uniflora sind in OpenHomeopath nur Rubriken zu Herz und Kreislauf, Kopf und den klinischen Zuordnungen hinterlegt; Gemütsrubriken fehlen. Auch die überlieferten Prüfungsberichte aus Brasilien beschränken sich weitgehend auf körperliche Erscheinungen. Das Mittel gehört zu den Arzneien, die einer bestimmten regionalen Tradition entstammen und außerhalb dieser wenig aufgenommen wurden. Wer es erwägt, stützt sich auf die Verbindung von rheumatischen Beschwerden und Herzbeutelbeteiligung. Eine seelische Charakterisierung wäre hier nicht durch Quellen gedeckt.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Entzündung des Herzbeutels, in den Herzrubriken über eine eigene Kette bis zur Perikarditis aufgegliedert
Rheumatische Beschwerden, in den klinischen Rubriken verzeichnet
Kopfschmerz, in den Kopfrubriken ohne nähere Kennzeichnung aufgeführt
Klinisch der Syphilis zugeordnet, wie es die brasilianische Überlieferung beschreibt
Wandernde Gelenkschmerzen mit Beteiligung des Herzens
Verschlechterung
  • Feuchte Kälte und Witterungswechsel, wie es für die rheumatisch zugeordneten Mittel allgemein beschrieben wird
  • Nachts, entsprechend der klassischen Beschreibung der Manacá-Berichte
Verbesserung
  • Trockene Wärme
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
  • Die brasilianischen Prüfungsberichte nennen keine Speiseverlangen
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
  • Speiseabneigungen sind für dieses Mittel nicht überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Rheumatische Beschwerden, in Repertorien klinisch zugeordnetEntzündung des HerzbeutelsKopfschmerzenKlinisch der Syphilis zugeordnetGelenkbeschwerden mit gleichzeitiger Herzbeteiligung

Abgrenzung

Für rheumatische Beschwerden mit Beteiligung des Herzbeutels sind Spigelia anthelmia, Kalmia latifolia und Aurum metallicum die klassisch zugeordneten und weit besser geprüften Mittel: Spigelia mit stechenden Herzschmerzen und Verschlimmerung durch Bewegung, Kalmia mit dem Wandern der Schmerzen von oben nach unten und langsamem Puls. Bryonia alba wird der Verschlimmerung jeder Bewegung zugeordnet. Für die Verbindung von Rheumatismus und Syphilis kommt Mercurius solubilis in Betracht. Franciscea uniflora bleibt daneben ein regional überliefertes Randmittel.

Verwandte Mittel

Spigelia anthelmiaKalmia latifoliaBryonia albaMercurius solubilisAurum metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.