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Materia medica · Nr. 1662

Geum rivale

Geum.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Geum rivale, die Bach-Nelkenwurz, ist ein Rosengewächs feuchter Wiesen und Bachufer; verwendet wird die gerbstoffreiche Wurzel, die in der Volksheilkunde als zusammenziehendes Mittel bekannt ist. In der homöopathischen Literatur ist die Pflanze nur knapp vertreten. Die vorliegenden Rubriken weisen geschlossen in den Harn- und Geschlechtsbereich: verzeichnet sind ein Bezug zur Blase sowie Schmerzen an den männlichen Geschlechtsteilen, näher bestimmt am Glied.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über die verzeichneten örtlichen Beschwerden erwogen, nicht über eine Konstitution.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Angaben vor. Die vier verfügbaren Rubriken stammen aus den Kapiteln Blase und männliche Geschlechtsteile; Gemütsrubriken sind nicht ausgewiesen.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenKein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur nicht näher beschrieben

Ein Gemütsbild ist für Geum rivale nicht ausgearbeitet. Die Pflanze gehört zu den kleinen Mitteln, die in der Materia medica mit wenigen Zeilen vertreten sind und für die keine umfassende Arzneimittelprüfung vorliegt. Beschrieben werden im Wesentlichen örtliche Beschwerden; die gerbstoffreiche Wurzel wurde traditionell wegen ihrer zusammenziehenden Eigenschaft bei Absonderungen und Durchfällen verwendet. Seelische Kennzeichen sind nicht überliefert und werden hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Bezug zur Blase; als eigenes Kapitel verzeichnet, ohne nähere Bestimmung
Schmerzen an den männlichen Geschlechtsteilen, ausdrücklich am Glied lokalisiert
Klassisch den gerbstoffreichen Rosengewächsen zugeordnet, die traditionell als zusammenziehende Mittel bei reichlichen Absonderungen verwendet wurden
Weitere Organbezüge sind in der vorliegenden Datenbasis nicht ausgewiesen
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien mit einem Bezug zur Blase aufgeführtBei Schmerzen an den männlichen Geschlechtsteilen verzeichnet, ausdrücklich am GliedKlassisch den kleinen pflanzlichen Mitteln mit Bezug zum Harn- und Geschlechtsbereich zugeordnet

Abgrenzung

Bei Beschwerden der Blase und der männlichen Geschlechtsteile sind die geprüften Mittel deutlich genauer beschrieben: Cantharis mit brennendem, unerträglichem Harndrang, Sabal serrulata mit Beschwerden der Vorsteherdrüse und dem Gefühl von Kälte, Thuja occidentalis mit gespaltenem Harnstrahl und Warzenbildung, Petroselinum mit plötzlichem, unaufschiebbarem Drang. Geum rivale bleibt demgegenüber ein sehr kleines Mittel, dessen vier Rubriken keine Abgrenzung anhand eigener Empfindungen oder Modalitäten erlauben.

Verwandte Mittel

CantharisSabal serrulataThuja occidentalisPetroselinumChimaphila umbellata

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.