Guaiacum officinale, das Harz des Pockholzbaums, gilt in der Materia medica als Mittel der rheumatischen und gichtischen Beschwerden. Beschrieben werden reißende Gelenkschmerzen mit Gefühl von Verkürzung der Sehnen, Steifheit und Gichtknoten, dazu eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegen Berührung und Bewegung. Kälte bessert, Wärme verschlimmert die Schmerzen.
Konstitution
Gemütsbild
Trägheit und SchwerfälligkeitNeigung zum Sitzen, Abneigung gegen BewegungAufschrecken und Schreien im Schlaf
Die Repertorien führen für das Gemüt vor allem Trägheit und die Neigung zum Sitzen im höchsten Grad auf, dazu Schreien im Schlaf. Das seelische Bild entspricht damit dem körperlichen: Was steif und unbeweglich ist, wird auch innerlich schwerfällig. Beschrieben wird ein Mensch, der sich zu nichts aufraffen mag, weil jede Bewegung Schmerz auslöst, und der zugleich unter der Enge der Steifheit leidet. Über diese Züge hinaus ist das Gemütsbild in der Literatur nicht ausgearbeitet.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Wärme, besonders Bettwärme
- Berührung und Druck
- Bewegung
- Kauen und Zusammenbeißen der Zähne
- Frische Luft, Vormittag, Sommerhitze
- Kalte Anwendungen auf die schmerzenden Gelenke
- Reiben
- Sitzen und ruhiges Gehen (Kopfschmerz)
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur wird ein Verlangen nach Äpfeln erwähnt
- Abneigung gegen Milch
- Fader Geschmack im Mund wird beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei rheumatischen und gichtischen Gelenkbeschwerden mit Steifheit aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Gichtknoten und Verkürzung von Muskeln und SehnenBei Nacken- und Rückenschmerzen mit Steifheit genanntBei Mandelentzündung mit Vereiterung verzeichnetBei Gesichtsschmerzen mit stechendem, periodisch auftretendem Charakter in der Literatur beschrieben
Abgrenzung
Rhus toxicodendron teilt Steifheit und rheumatische Schmerzen, bessert sich jedoch durch fortgesetzte Bewegung und durch Wärme, während Guaiacum bei Bewegung schlechter wird und Kälte sucht. Bryonia verschlimmert sich ebenfalls durch Bewegung, verlangt aber festen Druck und Ruhe, ohne die Verkürzungsempfindung der Sehnen. Ledum wird ebenfalls bei Gicht mit Besserung durch Kälte genannt, dort mit aufsteigendem Schmerzverlauf von unten nach oben. Causticum zeigt Sehnenverkürzung und Steifheit, bessert sich aber bei feuchtem Wetter.
Verwandte Mittel
Rhus toxicodendronBryoniaLedum palustreCausticumAcidum phosphoricum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.