Guarana (Paullinia sorbilis) ist die Samendroge einer brasilianischen Kletterpflanze aus der Familie der Seifenbaumgewächse, die einen sehr hohen Koffeingehalt aufweist. In der homöopathischen Literatur wird sie vor allem als Kopfschmerzmittel geführt: beschrieben werden nervöse Kopfschmerzen bei Menschen, die reizbar, überwacht und leicht erschöpfbar sind. Das Repertorium verzeichnet zu diesem Mittel nur wenige Angaben, das Bild ist entsprechend schmal.
Konstitution
Gemütsbild
Nervöse ÜbererregbarkeitErschöpfung nach geistiger AnstrengungEmpfindlichkeit gegenüber GenussmittelnReizbarkeit mit Kopfschmerz
Das Gemütsbild von Guarana ist in den Repertorien nicht ausgearbeitet; das Mittel wird überwiegend körperlich, vor allem über den Kopfschmerz beschrieben. Die klassische Materia medica ordnet es Zuständen nervöser Überreizung zu, wie sie nach anhaltender geistiger Beanspruchung oder reichlichem Genuss von Kaffee und Alkohol beschrieben werden. Betroffene wirken angespannt und leicht reizbar, der Schlaf wird als unruhig geschildert. Da die Substanz selbst ein starkes Anregungsmittel ist, steht das Wechselspiel von künstlicher Wachheit und nachfolgender Ermattung im Vordergrund. Weitergehende Gemütsangaben sind in der Literatur nicht näher beschrieben.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke
- Alkoholische Getränke
- Geistige Anstrengung
- Ruhe und Schlaf
- Weitere Besserungsangaben sind nicht überliefert
Verlangen und Abneigungen
- Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Unverträglichkeit von Kaffee, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet
- Unverträglichkeit alkoholischer Getränke
In Repertorien häufig zugeordnet
Kopfschmerzzustände nervösen UrsprungsBeschwerden nach übermäßigem KaffeegenussBeschwerden nach AlkoholgenussLidzuckenDurchfall
Abgrenzung
Coffea cruda ist das nächstliegende Vergleichsmittel, da beide Substanzen Koffein enthalten; dort stehen jedoch Überwachheit, Gedankenandrang und eine gesteigerte Schmerzempfindlichkeit deutlicher im Vordergrund. Nux vomica teilt die Empfindlichkeit gegen Genussmittel und die Reizbarkeit, ist aber weit umfassender ausgearbeitet und zeigt einen krampfartigen Verdauungsbezug. Da zu Guarana nur wenige Rubriken vorliegen, wird es in der Praxis meist über den Kopfschmerz und die ausdrückliche Verschlechterung durch Kaffee erwogen.
Verwandte Mittel
Coffea crudaNux vomicaThea chinensisCola
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.