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Materia medica · Nr. 1807

Hydrophyllum virginicum

Hydro-v.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Hydrophyllum virginicum, das Virginische Wasserblatt, ist eine nordamerikanische Waldstaude. In der Volksheilkunde Nordamerikas war die Pflanze als Gegenmittel bei Vergiftung durch den Giftsumach bekannt, und genau darauf beruht ihre homöopathische Zuordnung: Die Datenbasis führt sie bei Folgen einer Rhus-Vergiftung und bei Augenentzündung.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über einen eng umschriebenen Anlass beschrieben, nicht über einen Körperbau.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Die Pflanze ist homöopathisch nur klein bearbeitet und wird als örtlich wirkendes Mittel geführt.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertUnruhe durch heftigen Juckreiz nach Kontakt mit GiftsumachIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Hydrophyllum virginicum sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die Überlieferung betrifft ausschließlich die Folgen des Kontaktes mit dem Giftsumach und die dabei auftretende Augenentzündung. Die Unruhe und Gereiztheit, die ein heftig juckender, geschwollener Ausschlag mit sich bringt, gehört zur Beschwerde selbst und ist kein geprüftes Arzneimittelbild. Wer das Mittel erwägt, geht deshalb vom Anlass und vom örtlichen Befund aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Beschwerden nach Vergiftung durch Giftsumach - die kennzeichnende Angabe des Mittels
Entzündung der Augen mit Rötung und Schwellung
Schwellung der Lider, wie sie nach Kontakt mit Giftsumach im Gesicht auftritt
Beschwerden der Augen allgemein, in der Datenbasis als Oberbegriff geführt
Verschlechterung
  • Erneuter Kontakt mit der giftigen Pflanze
  • Wärme und Kratzen der befallenen Stellen
Verbesserung
  • Kühle Anwendungen an Augen und Haut
  • Ruhe und frische Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Beschwerden nach Vergiftung durch Giftsumach aufgeführtIn Repertorien bei Augenentzündung genanntIn Repertorien bei Augenbeschwerden allgemein verzeichnet

Abgrenzung

Rhus toxicodendron selbst ist das erste Mittel bei Beschwerden nach Kontakt mit dem Giftsumach, wenn dessen Bild mit brennenden Bläschen, Ruhelosigkeit und Besserung durch Bewegung vorliegt. Grindelia robusta und Anacardium orientale werden in der amerikanischen Literatur bei denselben Zuständen genannt. Apis mellifica steht bei rasch anschwellenden, rosigen Lidern mit stechendem Brennen und Besserung durch Kälte. Hydrophyllum virginicum bleibt daneben ein kleiner Eintrag, dessen Zuordnung sich aus der volksheilkundlichen Verwendung erklärt.

Verwandte Mittel

Rhus toxicodendronGrindelia robustaAnacardium orientaleApis mellificaEuphrasia officinalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.