Ipecacuanha ist das große Brechmittel der Homöopathie für Patienten mit anhaltender Übelkeit ohne Erleichterung durch Erbrechen. Der typische Patient leidet unter krampfartigen Beschwerden mit Blutungsneigung und zeigt eine auffallende Reizbarkeit und Launenhaftigkeit.
Konstitution
Gemütsbild
Reizbarkeit und LaunenhaftigkeitUngeduld bei LeidenNervöse Unruhe
Das Gemüt von Ipecacuanha ist geprägt von extremer Gereiztheit und wechselhafter Stimmung. Der Patient wird schnell ärgerlich, besonders wenn er sich unwohl fühlt oder die Beschwerden anhalten. Diese Reizbarkeit kann sich in Zornesausbrüchen äußern, nach denen oft körperliche Beschwerden auftreten. Eine tiefe Unruhe und Besorgnis durchzieht das gesamte Befinden, verstärkt durch die quälende Übelkeit.
Ängste: Angst während Fieber, Sorge um die eigene Gesundheit
Leitsymptome
- Nachts
- Beim Husten
- Während Fieber
- Nach Überessen
- Bei Bewegung
- Ruhe
- Frische Luft
- Aufrechte Körperhaltung
Verlangen und Abneigungen
- Kühle Getränke
- Saure Speisen
- Alle Speisen
- Fleisch, besonders Kalbfleisch
- Fette Speisen
In Repertorien häufig zugeordnet
SchwangerschaftserbrechenBronchitis und Asthma mit RasselnGastroenteritis mit grünem ErbrechenBlutungen verschiedener ArtMigräne durch MagenverstimmungKeuchhusten bei Kindern
Abgrenzung
Von Antimonium tartaricum unterscheidet sich Ipecacuanha durch die konstante Übelkeit ohne Erleichterung, während Ant-t. mehr Schwäche zeigt. Arsenicum hat zwar auch Erbrechen, aber mit brennenden Schmerzen und nächtlicher Verschlechterung um Mitternacht.
Verwandte Mittel
Antimonium tartaricumArsenicum albumChamomilla
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-03-21). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.