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Materia medica · Nr. 1886

Jacaranda caroba

Jac-c.

In 209 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Jacaranda caroba, ein Baum aus Südamerika, ist in der homöopathischen Literatur ein schmal geprüftes Mittel mit deutlichem Schwerpunkt auf den männlichen Geschlechtsorganen. Beschrieben werden Entzündungen und Absonderungen an Eichel und Vorhaut. Als Eigenheit gilt der Kopfschmerz, der sich anfühlt wie ein in die Stirn getriebener Nagel, sowie Übelkeit, die schon während des Essens eintritt.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht beschrieben; genannt werden vorwiegend Beschwerden jüngerer Männer.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Rubriken vor; in der Literatur ist das Mittel nicht näher beschrieben. Das Bild ist vorwiegend körperlich geprägt.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken keine Gemütssymptome ausgewiesenIn der Literatur nicht näher beschriebenDas Mittelbild ist überwiegend körperlich geprägt

Zu Jacaranda caroba liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor, und auch die Materia medica beschreibt kein ausgearbeitetes seelisches Bild. Die klassischen Quellen führen das Mittel als kleines, örtlich wirkendes Arzneimittel mit engem Bezug zu den männlichen Geschlechtsorganen und zum Verdauungstrakt. Aussagen über Gemütszustände wären an dieser Stelle nicht belegt und werden daher nicht getroffen. Wer das Mittel erwägt, stützt sich sinnvollerweise auf die körperlichen Kennzeichen und die Modalitäten.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Entzündung von Eichel und Vorhaut mit schleimig-eitriger Absonderung, in den Repertorien im mittleren Grad aufgeführt
Pickel und juckende Ausschläge am Penis, besonders an der Eichel; Erektionen infolge der Schwellung der Vorhaut, daneben Erschlaffung
Kopfschmerz mit der Empfindung eines eingetriebenen Nagels oder Pflocks in der Stirn
Übelkeit, die während des Essens auftritt
Wunder, dumpfer Schmerz im Unterbauch, verschlimmert durch Druck; stechender Schmerz links neben dem Nabel; Schwellung in der Leistengegend
Schneidender und stechender Schmerz in der Herzgegend
Wandernde Gelenk- und Gliederschmerzen, am Ellenbogen abends, an den Armen am Vormittag; wässriger Auswurf
Verschlechterung
  • Während des Essens, die Übelkeit
  • Druck auf den Unterbauch
  • Abends, die Ellenbogenschmerzen
  • Vormittags, die Armschmerzen
  • Morgens, die Beschwerden der unteren Glieder
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Entzündungen von Eichel und Vorhaut aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Absonderungen der männlichen GeschlechtsorganeBei Stirnkopfschmerz mit Nagelempfindung verzeichnetBei Übelkeit während des Essens genanntBei wunden Schmerzen im Unterbauch mit Schwellung in der Leistengegend aufgeführtBei wandernden Gelenkschmerzen verzeichnet

Abgrenzung

Mercurius solubilis teilt die Entzündungen an Eichel und Vorhaut, zeigt jedoch den nächtlichen Schmerzgipfel, den vermehrten Speichelfluss und die ausgeprägte Empfindlichkeit gegen Temperaturwechsel. Cannabis sativa und Thuja stehen ebenfalls bei Absonderungen der Harnröhre, Thuja mit dem kennzeichnenden Bezug zu Wucherungen und Hautveränderungen. Für Jacaranda spricht die Verbindung des örtlichen Befundes mit dem Nagelgefühl in der Stirn und der Übelkeit während des Essens. Wegen der schmalen Prüfungsgrundlage bleibt das Bild lückenhaft.

Verwandte Mittel

Mercurius solubilisThuja occidentalisCannabis sativaNitricum acidumSulphur

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.