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Materia medica · Nr. 178

Kalium aceticum

Kali-ac.

Auch: Kali-acet

In 62 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kalium aceticum, das essigsaure Kalium, ist ein wenig geprüftes Salz der Kaliumreihe. Der auffälligste Zug in den Repertorien ist eine Verschlimmerung der Magenbeschwerden beim Einatmen, die mit dem höchsten Grad geführt wird. Daneben stehen Harnzeichen — erhöhtes spezifisches Gewicht, süßlicher Geruch, wässriger Harn — und juckende Hautausschläge, die sich in der Bettwärme verstärken.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Die Kaliumsalze gelten insgesamt als Mittel für kraftlose, leicht ermüdende Menschen.
Thermalitätfrostig
TemperamentÜber das Gemüt liegt kaum Belastbares vor. Verzeichnet ist eine Wahrnehmungsstörung, bei der der Betroffene Masken zu sehen glaubt. Für ein ausgeformtes Temperamentsbild reicht die Prüfungslage nicht aus.

Gemütsbild

Wahrnehmung von MaskenIn den Rubriken sonst kaum Gemütszeichen verzeichnetAus der Kaliumreihe überliefert: Erschöpfbarkeit und Empfindlichkeit

Die einzige eigenständige Gemütsrubrik betrifft eine Sinnestäuschung: Der Betroffene sieht Masken. Sie ist niedrig graduiert und steht für sich, ohne weitere seelische Zeichen. Was die Materia medica über die Kaliumsalze allgemein sagt — Schwäche, Reizbarkeit bei Erschöpfung, Empfindlichkeit gegen Kälte und Zugluft — ist für diese Zubereitung nicht eigens belegt und wird hier nur als Hintergrund erwähnt. Das Mittel wird nach den Harn- und Hautzeichen sowie nach der Magenverschlimmerung beim Einatmen gewählt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht eigens verzeichnet, Beunruhigung durch die beschriebene Wahrnehmung von Masken

Leitsymptome

Verschlimmerung der Magenbeschwerden beim Einatmen, in den Rubriken mit dem höchsten Grad geführt
Erhöhtes spezifisches Gewicht des Harns, süßlicher Geruch, wasserklarer oder trüber Harn
Juckende Hautausschläge mit Verschlimmerung durch Bettwärme
Jucken am Bauch
Stechen in der Handfläche, morgendliches Zittern, teilweise Schwäche der Arme
Wechsel von Verstopfung mit vergeblichem Drang und Durchfall, Hämorrhoiden
Wundheitsgefühl an den Augenlidern, gerötetes Gesicht
Verschlechterung
  • Einatmen, für die Magenbeschwerden
  • Bettwärme, für das Hautjucken
  • Morgens, für Zittern und Gliederschmerzen
  • Kälte, wie bei den Kaliumsalzen allgemein beschrieben
Verbesserung
  • Kühle für die juckende Haut
  • Ruhige, flache Atmung
  • In den vorliegenden Rubriken sind nur wenige Besserungen eigens verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseabneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Magenbeschwerden mit Verschlimmerung beim Einatmen, in Repertorien mit hohem Grad aufgeführtHarnveränderungen mit erhöhtem spezifischem Gewicht und süßlichem GeruchJuckende Hautausschläge, die sich in der Bettwärme verstärkenWassereinlagerungen, in den Rubriken als Wassersucht geführtWechsel von Verstopfung und Durchfall mit vergeblichem DrangSchwächezustände der Arme

Abgrenzung

Kalium carbonicum ist das Hauptmittel der Reihe, mit Stichen in der Brust, Schwäche und Verschlimmerung in den frühen Morgenstunden; Kalium aceticum ist demgegenüber schmal geprüft. Für süßlich riechenden, dichten Harn wird häufiger Syzygium jambolanum, Acidum phosphoricum oder Uranium nitricum genannt. Juckende Ausschläge mit Verschlimmerung durch Bettwärme gehören klassisch zu Sulphur und Psorinum. Kalium aceticum tritt vor allem dort ins Blickfeld, wo Harnzeichen und die auffällige Magenverschlimmerung beim Einatmen zusammenkommen. Natrium aceticum wird in der Datenbasis als verwandtes Salz derselben Säure geführt.

Verwandte Mittel

Kalium carbonicumNatrium aceticumAcidum phosphoricumSyzygium jambolanumSulphurUranium nitricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.