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Materia medica · Nr. 1929

Kalium picricum

Kali-pic.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Kalium picricum ist das Kaliumsalz der Pikrinsäure. Die Pikrinsäure ist als intensiv gelber Farbstoff bekannt, der Haut und Gewebe anfärbt; homöopathisch ist vor allem die Säure selbst geprüft, die bei Erschöpfung nach geistiger Anstrengung beschrieben wird. Für das Kaliumsalz ist die Datenbasis sehr schmal: Verzeichnet sind eine Gelbfärbung der Haut sowie Aufstoßen.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist für die Verbindung nicht ausgearbeitet. Die Kaliumsalze werden klassisch bei Menschen mit trägem, an feste Ordnung gebundenem Lebensrhythmus beschrieben; für dieses Salz liegen dazu keine eigenen Belege vor.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Die für Picricum acidum beschriebene geistige Erschöpfung mit Abneigung gegen jede Denkarbeit gehört jener Substanz und wird hier nicht als Bild des Salzes ausgegeben.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertSchwerpunkt der Verbindung auf Hautfärbung und MagenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Kalium picricum sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die Verbindung gehört zu den zahlreichen Salzen, die im 19. Jahrhundert in die Arzneimittellehre aufgenommen wurden, ohne je umfassend geprüft zu werden. Was über sie gesagt wird, leitet sich meist von den Bestandteilen ab: von der Pikrinsäure mit ihrer zehrenden Erschöpfung und ihrer auffälligen Gelbfärbung, vom Kalium mit seinem Bezug zu Schwäche und geordneter Trägheit. Ein eigenständiges Gemütsbild dieses Salzes ist nicht belegt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Gelbfärbung der Haut, in den Repertorien bis zur Gelbsucht geführt - die deutlichste Angabe des Mittels
Aufstoßen
Hautverfärbungen allgemein
Die Pikrinsäure färbt Haut und Gewebe kräftig gelb; darauf beruht der überlieferte Bezug zur Gelbfärbung
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Gelbfärbung der Haut aufgeführtIn Repertorien im Zusammenhang mit Gelbsucht verzeichnetIn Repertorien bei Aufstoßen genannt

Abgrenzung

Picricum acidum ist die breiter geprüfte Muttersubstanz und steht bei Erschöpfung nach geistiger Überanstrengung mit brennendem Rückenschmerz und schwerem Kopf. Bei Gelbfärbung der Haut sind Chelidonium majus, Lycopodium clavatum und Nux vomica mit vollständigen Bildern ausgewiesen, ebenso Phosphorus bei schwereren Verläufen. Kalium picricum bleibt eine Verbindung mit sehr schmaler eigener Datenbasis und kommt in der Praxis nur selten in Betracht.

Verwandte Mittel

Picricum acidumKalium carbonicumChelidonium majusLycopodium clavatumNux vomica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.