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Materia medica · Nr. 3692

Amethyst

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Auch: amyst.

In 614 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Amethyst ist die violette Varietät des Quarzes, chemisch Siliciumdioxid mit geringen Eisenanteilen; als homöopathisches Mittel stammt es aus neueren Prüfungen und gehört nicht zur klassischen Materia medica. Sämtliche in der Datenbank verzeichneten Rubriken tragen den niedrigsten Grad, sodass das Bild nur in groben Umrissen fassbar ist. Erkennbar sind ein Mangel an Lebenswärme, eine ausgedehnte Liste von Verlangen nach bestimmten Speisen sowie zahlreiche Augenbeschwerden mit Jucken, Trockenheit und Lichtscheu.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; Angaben zu einem eigenen Körperbau liegen für dieses Mittel nicht vor.
Thermalitätfrostig
TemperamentIn den Rubriken ist ein Mangel an Lebenswärme verzeichnet, dazu eine Verschlimmerung durch Sonneneinwirkung. Zum Temperament selbst liegen keine belastbaren Angaben vor.

Gemütsbild

Eigene Gemütsrubriken sind in der Datenbank nicht verzeichnetSchwäche und Mattigkeit, begleitet von Übelkeit und SchwindelRuhelosigkeit der Augen als einziger Hinweis auf innere UnruheVerschlimmerung nach dem Schlaf, morgens beim Erwachen und am Nachmittag

Zum Gemüt liegen für Amethyst in der Datenbank keine Rubriken vor. Das ist bei einem neueren Prüfungsmittel aus dem Mineralreich nicht ungewöhnlich, da die Auswertung solcher Prüfungen häufig noch nicht in die großen Repertorien eingegangen ist. Angaben aus der Literatur zu Gemütsthemen dieses Mittels sind uneinheitlich und stammen aus einzelnen Prüfungsberichten; sie werden hier nicht wiedergegeben, um dem Mittel keine Züge zuzuschreiben, die nicht belegt sind. Erkennbar ist über die allgemeinen Rubriken eine Schwäche, die von Übelkeit und Schwindel begleitet wird, sowie eine Verschlimmerung nach dem Schlaf. Wer dieses Mittel erwägt, sollte die Originalunterlagen der Prüfung heranziehen.

Ängste: In der Datenbank nicht verzeichnet, In der zugänglichen Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Mangel an Lebenswärme; Verschlimmerung durch Aufenthalt in der Sonne
Zahlreiche Augenbeschwerden: Jucken, besonders morgens und am äußeren Augenwinkel rechts, Trockenheit, Sandgefühl, Brennen, Lichtscheu, Schwere und Ermüdung der Augen, Zucken der Augenbrauen, ruhelose Augen, Tränenfluss rechts; Besserung des Juckens durch Reiben
Beschwerden der Brust: Herzklopfen, Flattern, Beklemmung, Stauungsgefühl, stechende Schmerzen an den Seiten und an der Brustdrüse, wundes Gefühl der Brustdrüsen, Besserung im Stehen
Bauchbeschwerden: Blähungen, Leeregefühl, Gurren besonders in der linken Seite, Jucken im Unterbauch mit Besserung durch Kratzen, kneifender Unterbauchschmerz
Erschwertes Atmen beim Treppensteigen und beim Einatmen; reichlicher, dicker, gelber, klumpiger Auswurf; seltenes Wasserlassen
Schwäche mit Übelkeit und Schwindel; Schmerzen betont auf der rechten Körperseite
Verschlechterung
  • Nach dem Schlaf, morgens beim Erwachen und am Nachmittag
  • Sonneneinwirkung
  • Vornüberbeugen
  • Gewürze
  • Treppensteigen und Anstrengung
Verbesserung
  • Reiben, was das Jucken der Augen betrifft
  • Kratzen, was das Jucken im Unterbauch betrifft
  • Stehen, was die Brustschmerzen betrifft
  • Wärme, angesichts des Mangels an Lebenswärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Schokolade und Zucker
  • Brot und Salat
  • Salz
  • Fettes
  • Limonade, Orangen und Orangensaft
  • Melonen
Abneigung
  • Gewürze werden schlecht vertragen und sind als verschlimmernd verzeichnet
  • Eine ausgesprochene Abneigung gegen bestimmte Speisen ist nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

In der Datenbank überwiegend bei Augenbeschwerden mit Jucken, Trockenheit und Lichtscheu aufgeführtBei Beschwerden der Brust mit Herzklopfen und Beklemmung verzeichnetBei Blähungen und Leeregefühl im Bauch genanntBei Mangel an Lebenswärme aufgeführtBei Schwäche mit Übelkeit und Schwindel verzeichnet

Abgrenzung

Eine belastbare Abgrenzung ist bei einem Mittel, dessen sämtliche Rubriken den niedrigsten Grad tragen, nicht möglich. Als Quarzmittel steht Amethyst der Silicea nahe, die über ein weit besser gesichertes Bild mit Frostigkeit, Schwäche und Neigung zu Eiterungen verfügt; wer an ein Kieselsäuremittel denkt, prüft zunächst Silicea. Die ausgeprägte Frostigkeit mit Verlangen nach Salz und Süßem findet sich auch bei Natrium muriaticum und Calcarea carbonica, beide mit gesicherter Prüfung. Vor einer Verordnung von Amethyst sollten die Originalunterlagen der Prüfung eingesehen werden.

Verwandte Mittel

SiliceaNatrium muriaticumCalcarea carbonica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.