Magnesium carbonicum ist das homöopathisch aufbereitete Magnesiumkarbonat und gilt in der Materia medica als Mittel der sauren Absonderungen. Die Repertorien führen es im höchsten Grad bei saurem Aufstoßen, saurem Erbrochenem, saurem Geschmack und saurem Schweiß. Beschrieben wird ein empfindsamer, nachts unruhiger Mensch, dessen Schlaf nicht erquickt und der sich in der klassischen Literatur oft mit einem Gefühl des Alleingelassenseins verbindet.
Konstitution
Gemütsbild
nächtliche Angst und RuhelosigkeitReizbarkeit auf dem Boden von ErschöpfungEmpfindlichkeit in Menschenmengendas in der Literatur beschriebene Gefühl, nicht geborgen oder verlassen zu sein
Das Gemütsbild ist von Reizbarkeit und nächtlicher Unruhe geprägt. Die Repertorien führen Angst nachts, Angst vor Mitternacht und Angst im Bett; die Ruhelosigkeit kann aus dem Bett treiben. Kinder schreien im Schlaf und weinen nachts. Die neuere Materia medica beschreibt Magnesium carbonicum als Mittel für Menschen, die sich innerlich ungeborgen oder wie verwaist fühlen und deshalb vermeiden, Konflikte offen auszutragen. Diese Deutung ist in der Literatur verbreitet, aber nicht in Repertoriumsrubriken abgebildet. Im Alltag zeigt sich Empfindlichkeit gegen Menschenmengen und ein rasches Ermüden. Die Träume werden als ängstlich beschrieben, mit den charakteristischen Rubriken Träume vom Feuer und von den Toten im höchsten Grad.
Ängste: Angst nachts und vor Mitternacht, oft im Bett, Angst während Fieber, Beklemmung in Menschenmengen
Leitsymptome
- nachts und abends
- während der Menses
- vor dem Stuhlgang
- Ruhe, Liegen im warmen Bett
- Milch wird schlecht vertragen
- frische Luft
- Bewegung und Umhergehen
- Wärme an den betroffenen Stellen
- Herunterhängenlassen der Glieder
Verlangen und Abneigungen
- Die klassische Materia medica nennt ein Verlangen nach Fleisch
- Verlangen nach saurem Obst und nach kalten Getränken wird ebenfalls beschrieben
- Gemüse und Grünzeug, wie es die Literatur beschreibt
- Milch, die häufig schlecht vertragen wird und Durchfall auslösen kann
In Repertorien häufig zugeordnet
Verdauungsbeschwerden mit saurem Aufstoßen und Sodbrennengrüne, wässrige Durchfälle bei Kindernnächtliche Zahnschmerzen und Gesichtsneuralgienunerquicklicher Schlaf mit nächtlicher Unruhegichtige und rheumatische GelenkbeschwerdenMenstruationsbeschwerden mit verspäteter Blutung
Abgrenzung
Magnesium muriaticum teilt die Leber- und Verdauungsbeteiligung, hat aber den krümeligen, schafkotartigen Stuhl und die Milchunverträglichkeit im Vordergrund. Rheum zeigt ebenfalls sauren Geruch aller Absonderungen bei Kindern, jedoch mit ausgeprägter Unruhe und Verlangen nach Getragenwerden. Chamomilla hat nächtliche Zahnschmerzen und Reizbarkeit, dort mit heftigem Zorn und Unerträglichkeit der Schmerzen.
Verwandte Mittel
Magnesium muriaticumRheumChamomillaKreosotumCalcium carbonicumAloe
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.