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Materia medica · Nr. 2217

Melilotus alba

Meli-a.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Melilotus alba, der Weiße Steinklee, ist ein Schmetterlingsblütler der Wegränder und Schuttplätze und der nahe Verwandte des besser bekannten Melilotus officinalis. Die Pflanze enthält Cumarin und wurde in der Materia medica über einen sehr klaren Zug beschrieben: das heftige Klopfen und Pochen im Kopf. Genau dorthin führen auch die überlieferten Angaben, mit dem Pochen in den Schläfen als deutlichstem Eintrag.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über den Blutandrang zum Kopf beschrieben; die Literatur schildert dabei ein hochrotes Gesicht während der Beschwerden.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Beschrieben wird eher ein Zustand als ein Charakter: die Benommenheit und Reizbarkeit während eines pochenden Kopfschmerzes.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertBenommenheit und Reizbarkeit während des Blutandrangs zum KopfIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Melilotus alba sind keine eigenen Gemütsrubriken hinterlegt. Die Materia medica beschreibt den Steinklee als ausgesprochenes Kopfmittel mit Blutandrang und beschäftigt sich nicht mit seelischen Zügen. Die Gereiztheit und der Rückzug in einen abgedunkelten Raum, die ein heftig pochender Kopfschmerz mit sich bringt, gehören zur Beschwerde selbst und sind kein geprüftes Arzneimittelbild. Wer das Mittel erwägt, geht deshalb vom Empfindungscharakter aus: pochend, klopfend, wie ein zweiter Puls im Kopf.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Pochen und Klopfen im Kopf - der Kern des Mittels und die am stärksten bewertete Angabe
Das Pochen liegt ausdrücklich in den Schläfen und reicht bis in die Gegend der Ohrspeicheldrüsen
Blutandrang zum Kopf mit gerötetem Gesicht, wie ihn die Literatur zum Steinklee beschreibt
Für Melilotus wird klassisch berichtet, dass Nasenbluten den Kopfschmerz nachlassen lässt
Verschlechterung
  • Bücken und Anstrengung, wodurch der Blutandrang zunimmt
  • Wetterwechsel und schwüle Luft vor einem Gewitter
Verbesserung
  • Nasenbluten, in der Literatur zum Steinklee ausdrücklich vermerkt
  • Kalte Anwendungen am Kopf, Ruhe und Dunkelheit

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei pochendem Kopfschmerz aufgeführtIn Repertorien bei Pochen in den Schläfen genanntIn Repertorien bei Blutandrang zum Kopf verzeichnetIn Repertorien bei Kopfbeschwerden mit Klopfempfindung geführt

Abgrenzung

Melilotus officinalis ist die geläufigere Art derselben Gattung und trägt dasselbe Bild mit Blutandrang, hochrotem Gesicht und Erleichterung durch Nasenbluten; die weiße Art wird in den Repertorien parallel geführt. Belladonna zeigt ebenfalls heftiges Klopfen mit rotem Gesicht, dazu jedoch Hitze, Lichtempfindlichkeit und plötzlichen Beginn. Glonoinum ist an dem wellenförmigen Pochen nach Sonneneinwirkung kenntlich, Amylenum nitrosum an der plötzlichen Hitzewallung mit Klopfen. Für Melilotus spricht die Verbindung von Pochen in den Schläfen und der Erleichterung durch Nasenbluten.

Verwandte Mittel

Melilotus officinalisBelladonnaGlonoinumAmylenum nitrosumSanguinaria canadensis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.