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Materia medica · Nr. 2234

Mentha piperita

Menth.

In 59 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Mentha piperita, die Pfefferminze, ist als Heilpflanze weithin bekannt und wird in der Homöopathie vor allem den Atemwegen zugeordnet. Die Repertorien führen trockenen Husten mit Verschlimmerung durch Rauch, Heiserkeit und schwache Stimme sowie ausgeprägtes Frösteln. Auffällig sind die zahlreichen Verschlimmerungen: Untätigkeit, Chinin-Missbrauch, unterdrückter Schweiß, das Schlucken von Flüssigkeiten und der Geruch saurer Speisen.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätfrostig
TemperamentFrostig und äußerlich überempfindlich; schon Berührung der Haut wird als unangenehm empfunden. Die Rubriken führen ausdrücklich eine Verschlimmerung durch Untätigkeit, was auf eine Verfassung deutet, die Beschäftigung braucht.

Gemütsbild

Verschlimmerung durch Untätigkeit und MüßiggangAusgeprägte äußere Empfindlichkeit gegenüber BerührungIn den Rubriken sonst kaum eigenständige Gemütszeichen verzeichnet

Eigenständige Gemütsrubriken sind für Mentha piperita kaum überliefert. Der auffälligste Zug in dieser Richtung ist eine Verschlimmerung durch Untätigkeit, die mit dem höchsten Grad geführt wird: Der Zustand verschlechtert sich, wenn nichts geschieht. Dazu passt die allgemeine Überempfindlichkeit der Körperoberfläche, die schon leichte Berührung unangenehm macht. Weitergehende seelische Merkmale sind nicht belegt; das Mittel wird nach den Atemwegs- und Frostzeichen sowie nach den zahlreichen verzeichneten Verschlimmerungen gewählt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht eigens verzeichnet, In der klassischen Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Trockener Husten, in den Rubriken mit Verschlimmerung durch Rauch jeder Art und durch Tabakrauch geführt
Husten beim Sprechen und beim Einatmen
Heiserkeit und schwache Stimme
Halsschmerz mit Wundheitsgefühl
Ausgeprägtes Frösteln, auch nach fieberhaften Zuständen
Sausen und Brausen als Ohrgeräusch, in den Rubriken hervorgehoben
Überempfindlichkeit der Haut gegen Berührung
Verhärtungen in der Haut, Jucken
Blähungen mit Kollern im Bauch
Verschlechterung
  • Rauch jeder Art, auch Tabak- und Kohlenrauch
  • Untätigkeit, in den Rubriken mit dem höchsten Grad geführt
  • Nach Missbrauch von Chinin
  • Unterdrückter Schweiß
  • Schlucken von Flüssigkeiten
  • Abends, saure Speisen und der Geruch von Saurem
Verbesserung
  • Beschäftigung und Bewegung
  • Frische, rauchfreie Luft
  • Wärme, für das Frösteln

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • Saure Speisen und deren Geruch werden schlecht vertragen
  • Rauch in jeder Form wird schlecht vertragen

In Repertorien häufig zugeordnet

Trockener Husten mit Verschlimmerung durch Rauch, in Repertorien aufgeführtHeiserkeit und StimmschwächeHalsschmerzen mit WundheitsgefühlFrostzustände nach fieberhaften ErkrankungenBeschwerden nach Missbrauch von ChininOhrgeräusche in Form von Sausen und Brausen

Abgrenzung

Für trockenen Husten mit Verschlimmerung durch Rauch und Sprechen sind Rumex crispus — mit der Empfindlichkeit gegen kalte Luft — und Phosphorus die besser belegten Mittel. Bei Beschwerden nach Chinin werden klassisch Arnica montana, Pulsatilla und Carbo vegetabilis genannt, bei Folgen unterdrückten Schweißes Dulcamara und Acidum aceticum. Mentha piperita bleibt ein schmales Mittel und kommt vor allem dann in Betracht, wenn die auffällige Häufung der Verschlimmerungen — Rauch, Untätigkeit, unterdrückter Schweiß, saure Gerüche — im Fall wiederzufinden ist.

Verwandte Mittel

Rumex crispusPhosphorusPulsatilla pratensisCarbo vegetabilisDulcamaraMentha pulegium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.