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Materia medica · Nr. 2355

Narcissus pseudonarcissus

Narc-ps.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Narcissus pseudonarcissus, die Gelbe Narzisse oder Osterglocke, ist eine giftige Zwiebelpflanze der Amaryllisgewächse und in der Homöopathie nur klein geprüft. Die Repertorien führen sie im Bereich der Atemwege - Schnupfen, Husten und Bronchitis - sowie beim Durchfall. Das Bild entspricht dem, was von der Pflanze als Reizgift auf Schleimhäute und Darm bekannt ist.

Konstitution

KörperbauKein eigenes Konstitutionsbild überliefert; die Zuordnung erfolgt über Atemwege und Verdauung.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Prüfungsangaben vor. Das Mittel stammt aus einer schmalen Überlieferung, die vor allem die Reizwirkung der Zwiebel auf Schleimhäute und Magen-Darm-Trakt festhält. Ein seelisches Profil ist in den Quellen nicht ausgearbeitet.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetÜberlieferung betrifft Atemwege und Darmkleines, wenig geprüftes Pflanzenmittel

In den vorliegenden Rubriken zu Narcissus pseudonarcissus sind keine Gemüts- oder Geistessymptome enthalten. Die Angaben der Literatur beschränken sich auf körperliche Erscheinungen, die sich aus der Giftwirkung der Zwiebel herleiten lassen: Reizung der Schleimhäute von Nase und Bronchien sowie Durchfall. Für eine Gemütsbeschreibung fehlt jede belastbare Grundlage, weshalb sie hier nicht ergänzt wird.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Bronchitis, in den Repertorien unter Brust als Entzündung der Bronchien geführt - der deutlichste Zug des Mittels
Husten, unter dem eigenen Kapitel Husten verzeichnet, ohne nähere Charakterisierung
Schnupfen, unter Nase als Koryza aufgeführt
Durchfall, unter Mastdarm und After geführt - passend zur bekannten Reizwirkung der Zwiebel auf den Darm
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Die Rubrikenlage enthält keine Modalitäten
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Besserungsumstände sind nicht überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

BronchitisHustenSchnupfenDurchfall

Abgrenzung

Zu den genannten Beschwerden führen die Repertorien weit besser ausgearbeitete Mittel: Allium cepa mit dem wundmachenden Nasensekret und dem milden Augentränen, Bryonia mit dem trockenen, durch jede Bewegung verschlimmerten Husten, Antimonium tartaricum mit der schleimigen Rasselatmung. Narcissus pseudonarcissus fehlen die charakteristischen Modalitäten, über die man sonst unterscheidet, sodass es in der Praxis nur nachrangig erwogen wird. Nicht zu verwechseln ist es mit den anderen Amaryllisgewächsen der Materia medica.

Verwandte Mittel

Allium cepaBryonia albaAntimonium tartaricumIpecacuanhaSquilla maritima

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.