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Materia medica · Nr. 2398

Natrium nitrosum

Nat-ns.

In 10 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Natrium nitrosum, das salpetrigsaure Natron, ist ein kleines Mineralmittel, dessen Bild aus der beobachteten Stoffwirkung stammt: rasche Gefäßerweiterung mit Blutdruckabfall, Blaufärbung der Haut und Ohnmachtsneigung. Die Repertorien führen es entsprechend bei Schwäche- und Kollapszuständen, bei Beklemmung in der Brust und bei Kreislaufereignissen. Ein Konstitutionsbild aus einer klassischen Arzneimittelprüfung liegt nicht vor.

Konstitution

KörperbauKein Körpertyp beschrieben. Das Mittel wird von der Kreislaufwirkung her eingeordnet, nicht von einer Konstitution.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Verzeichnet ist im Allgemeinkapitel lediglich die Ohnmachtsneigung, die eher ein körperlicher als ein seelischer Zug ist. Alles Weitere wäre nicht gedeckt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertSchwächegefühl und drohende BewusstlosigkeitEinordnung erfolgt über den Kreislaufbefund

Für Natrium nitrosum verzeichnet die Datenbasis keine eigentlichen Gemütsrubriken. Was dem Gemütskapitel am nächsten kommt, ist die Ohnmachtsneigung: das Gefühl, gleich das Bewusstsein zu verlieren, mit Schwarzwerden vor den Augen und plötzlichem Kraftverlust. In den beobachteten Vergiftungsbildern der Nitrite geht dies mit Angst und Beklemmung einher, doch für dieses Mittel selbst ist das in den Rubriken nicht ausgeführt. In der Literatur ist das seelische Bild nicht näher beschrieben. Beschwerden am Herzen und Kreislaufereignisse sind stets ärztlich abzuklären.

Ängste: Beklemmung in Verbindung mit dem Engegefühl der Brust, Weitere charakteristische Ängste sind nicht überliefert

Leitsymptome

Ohnmachtsneigung bis zur Ohnmacht, mit plötzlicher Schwäche - der deutlichste Allgemeinzug
Beklemmung und Enge in der Brust, in den Quellen der Angina pectoris zugeordnet
Blaufärbung der Haut und Lippen (Zyanose)
Zustände nach Schlaganfall, in den Quellen unter Apoplexie geführt
Reizung und Entzündung der Magenschleimhaut
Insgesamt ein Bild rascher Kreislaufumstellung mit Blutdruckabfall
Verschlechterung
  • Aufrichten und Stehen, mit Verstärkung der Ohnmachtsneigung
  • Anstrengung und Aufregung
Verbesserung
  • Flaches Liegen
  • Frische, kühle Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Ohnmachtsneigung und SchwächezuständeBeklemmung und Engegefühl in der BrustBlaufärbung von Haut und LippenZustände im Gefolge eines SchlaganfallsReizzustände der Magenschleimhaut

Abgrenzung

Glonoinum, das Nitroglyzerin, ist das ungleich besser ausgearbeitete Mittel derselben Wirkrichtung und zeigt pochenden Blutandrang zum Kopf mit Hitzewallungen; Natrium nitrosum bleibt demgegenüber blasser und ist vor allem über Ohnmachtsneigung und Blaufärbung verzeichnet. Amylium nitrosum teilt die plötzliche Gefäßerweiterung mit Hitzewelle und Herzklopfen. Bei Enge und Beklemmung in der Brust führen die Repertorien vorrangig Cactus grandiflorus, Latrodectus mactans und Spigelia anthelmia. Herz- und Kreislaufbeschwerden gehören in ärztliche Abklärung.

Verwandte Mittel

GlonoinumAmylium nitrosumNatrium nitricumCactus grandiflorusSpigelia anthelmia

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.