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Materia medica · Nr. 2602

Parthenium hysterophorus

Parth.

Auch: Part-h.

In 36 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Parthenium hysterophorus, das Bittere Mutterkraut aus der Familie der Korbblütler, stammt aus Mittelamerika und wurde dort volkstümlich als Fiebermittel verwendet. In der homöopathischen Literatur ist es ein kleines, wenig geprüftes Mittel, das in den Repertorien vor allem bei wiederkehrenden Fieber- und Neuralgieanfällen, bei Beschwerden in der Leber- und Milzgegend sowie bei ausbleibender Regel aufgeführt wird. Auffällig sind Schwäche, Ohnmachtsneigung und ein niedriger Blutdruck.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Beschrieben werden geschwächte, rasch erschöpfte Menschen, wie sie nach durchgemachten Wechselfiebern in der älteren Literatur geschildert werden.
Thermalitätfrostig
TemperamentÜber das Temperament ist wenig überliefert. Das Bild ist von Kraftlosigkeit geprägt: Der Betroffene ermüdet schnell, neigt zu Schwindel und Ohnmacht, in schweren Fällen bis zur Bewusstlosigkeit. Ein ausgearbeitetes seelisches Porträt liegt nicht vor.

Gemütsbild

Kraftlosigkeit und rasche ErschöpfungNeigung zu Ohnmacht und SchwindelBenommenheit bis zur Bewusstlosigkeit bei FieberanfällenWenig ausgearbeitetes Gemütsbild in der Literatur

Der Gemütsanteil beschränkt sich in den Rubriken auf einen einzigen, aber vielsagenden Eintrag: Bewusstlosigkeit. Zusammen mit der verzeichneten Ohnmachtsneigung, der allgemeinen Schwäche und dem niedrigen Blutdruck ergibt sich das Bild eines Menschen, dem im Anfall buchstäblich die Sinne schwinden. Weitergehende seelische Züge sind in der klassischen Materia medica nicht näher beschrieben. Parthenium wird nach dem Fieberverlauf, der Periodizität der Schmerzen und dem Zustand von Leber und Milz zugeordnet.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine eigenständigen Ängste verzeichnet, Beklommenheit bei anfallsartiger Schwäche und Ohnmachtsneigung

Leitsymptome

Anfallsartig wiederkehrende, periodisch auftretende Nervenschmerzen
Schwäche mit Ohnmachtsneigung, in den Allgemeinrubriken geführt
Schmerz in der Lebergegend und in der Milzgegend, wie nach durchgemachten Wechselfiebern
Kopfschmerz, der sich zur Nase hin ausbreitet
Vermehrter Speichelfluss
Unregelmäßige, ungleichmäßige Atmung
Verschlechterung
  • Periodisch wiederkehrend, zu bestimmten Tageszeiten, wie bei Wechselfiebern beschrieben
  • Aufrichten und Stehen, mit Schwindel und Ohnmachtsneigung
  • Körperliche Anstrengung
Verbesserung
  • Liegen
  • Ruhe und Wärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Verlangen verzeichnet
Abneigung
  • Abneigung gegen Speisen bei gestörter Verdauung, in den klinischen Rubriken als Dyspepsie geführt

In Repertorien häufig zugeordnet

Fieberzustände mit Periodizität, klassisch den Wechselfiebern zugeordnetWiederkehrende NervenschmerzenBeschwerden in der Leber- und MilzgegendAusbleiben der RegelVerdauungsschwäche mit SpeichelflussZustände mit niedrigem Blutdruck und Ohnmachtsneigung

Abgrenzung

China officinalis ist bei periodischen Fiebern, Milzschwellung und Schwäche nach Säfteverlust das ungleich besser geprüfte Mittel und deckt den größten Teil dieses Bildes ab. Ceanothus americanus wird der Milzgegend besonders zugeordnet, Natrium muriaticum den Folgen unterdrückter Wechselfieber mit Kopfschmerz. Parthenium bleibt ein kleines Mittel, dessen Bild sich vor allem aus der volkstümlichen Anwendung als Fieberkraut und wenigen Prüfungsangaben speist; es sollte nur bei deutlicher Übereinstimmung erwogen werden.

Verwandte Mittel

China officinalisCeanothus americanusNatrium muriaticumEupatorium perfoliatumChininum sulphuricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.