Parthenium hysterophorus, das Bittere Mutterkraut aus der Familie der Korbblütler, stammt aus Mittelamerika und wurde dort volkstümlich als Fiebermittel verwendet. In der homöopathischen Literatur ist es ein kleines, wenig geprüftes Mittel, das in den Repertorien vor allem bei wiederkehrenden Fieber- und Neuralgieanfällen, bei Beschwerden in der Leber- und Milzgegend sowie bei ausbleibender Regel aufgeführt wird. Auffällig sind Schwäche, Ohnmachtsneigung und ein niedriger Blutdruck.
Konstitution
Gemütsbild
Kraftlosigkeit und rasche ErschöpfungNeigung zu Ohnmacht und SchwindelBenommenheit bis zur Bewusstlosigkeit bei FieberanfällenWenig ausgearbeitetes Gemütsbild in der Literatur
Der Gemütsanteil beschränkt sich in den Rubriken auf einen einzigen, aber vielsagenden Eintrag: Bewusstlosigkeit. Zusammen mit der verzeichneten Ohnmachtsneigung, der allgemeinen Schwäche und dem niedrigen Blutdruck ergibt sich das Bild eines Menschen, dem im Anfall buchstäblich die Sinne schwinden. Weitergehende seelische Züge sind in der klassischen Materia medica nicht näher beschrieben. Parthenium wird nach dem Fieberverlauf, der Periodizität der Schmerzen und dem Zustand von Leber und Milz zugeordnet.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine eigenständigen Ängste verzeichnet, Beklommenheit bei anfallsartiger Schwäche und Ohnmachtsneigung
Leitsymptome
- Periodisch wiederkehrend, zu bestimmten Tageszeiten, wie bei Wechselfiebern beschrieben
- Aufrichten und Stehen, mit Schwindel und Ohnmachtsneigung
- Körperliche Anstrengung
- Liegen
- Ruhe und Wärme
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Verlangen verzeichnet
- Abneigung gegen Speisen bei gestörter Verdauung, in den klinischen Rubriken als Dyspepsie geführt
In Repertorien häufig zugeordnet
Fieberzustände mit Periodizität, klassisch den Wechselfiebern zugeordnetWiederkehrende NervenschmerzenBeschwerden in der Leber- und MilzgegendAusbleiben der RegelVerdauungsschwäche mit SpeichelflussZustände mit niedrigem Blutdruck und Ohnmachtsneigung
Abgrenzung
China officinalis ist bei periodischen Fiebern, Milzschwellung und Schwäche nach Säfteverlust das ungleich besser geprüfte Mittel und deckt den größten Teil dieses Bildes ab. Ceanothus americanus wird der Milzgegend besonders zugeordnet, Natrium muriaticum den Folgen unterdrückter Wechselfieber mit Kopfschmerz. Parthenium bleibt ein kleines Mittel, dessen Bild sich vor allem aus der volkstümlichen Anwendung als Fieberkraut und wenigen Prüfungsangaben speist; es sollte nur bei deutlicher Übereinstimmung erwogen werden.
Verwandte Mittel
China officinalisCeanothus americanusNatrium muriaticumEupatorium perfoliatumChininum sulphuricum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.