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Materia medica · Nr. 2643

Petiveria tetandra

Peti.

In 84 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Petiveria tetandra ist eine tropisch-amerikanische Pflanze aus der Familie der Taubenkropfgewächse, in ihrer Heimat wegen des knoblauchartigen Geruchs bekannt und homöopathisch nur wenig geprüft. Das überlieferte Bild kreist um einen Stirnkopfschmerz mit einer eigentümlichen Empfindung, als werde heißes Wasser über die Kopfhaut gegossen und dringe bis ins Gehirn. Daneben stehen Rückenschmerzen beim Rückwärtsbeugen und eine morgendliche Schwäche.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Die vorliegenden Rubriken lassen keinen typischen Körperbau erkennen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentMatt und in der Wahrnehmung gedämpft. Die Prüfung verzeichnet, dass Geräusche wie aus der Ferne klingen, und eine Schwäche, die morgens gegen neun Uhr am deutlichsten hervortritt. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt nicht vor.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in der Literatur beschriebenGedämpfte Wahrnehmung, Geräusche klingen wie aus der FerneMorgendliche Schwäche und AntriebslosigkeitBenommenheit bei anhaltendem Kopfschmerz

Zu Petiveria tetandra sind in den Repertorien keine Gemütsrubriken verzeichnet, sodass sich über den Charakter nichts Belastbares sagen lässt. Beschreibbar ist allein der Zustand, den die vorhandenen Rubriken zeichnen: eine Dämpfung der Wahrnehmung, in der Geräusche entfernt erscheinen, verbunden mit einem heißen, drückenden Kopfschmerz und einer Schwäche, die im Lauf des Vormittags zunimmt. Auch das Sehen wird nach dem Mittagessen unscharf. Insgesamt entsteht das Bild eines abgestumpften, matten Zustands ohne die scharfen seelischen Kennzeichen, wie sie die geprüften Polychreste tragen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Beunruhigung durch die gedämpfte Wahrnehmung von Geräuschen

Leitsymptome

Stirnkopfschmerz mit dem Gefühl, heißes Wasser werde über die Kopfhaut gegossen und dringe bis ins Gehirn, als eigentümliche Rubrik verzeichnet
Pulsierender, drückender Schmerz im Hinterkopf
Hitze im Kopf mit Beteiligung von Stirn und Hinterkopf
Rückenschmerz entlang der Wirbelsäule, schlechter beim Rückwärtsbeugen
Schwäche morgens, gegen neun Uhr am ausgeprägtesten
Geräusche werden wie aus der Ferne gehört
Unscharfes Sehen nach dem Mittagessen, dazu Bindehautentzündung
Verschlechterung
  • Vormittags und nachmittags, für den Stirnkopfschmerz
  • Abends, für Kopfschmerz und Rauheit der Unterarme
  • Morgens gegen neun Uhr, für die Schwäche
  • Gehen, für den Stirnkopfschmerz
  • Rückwärtsbeugen, für den Wirbelsäulenschmerz
  • Nach dem Mittagessen, für das unscharfe Sehen
Verbesserung
  • Ruhe und aufrechtes Halten des Rückens ohne Beugen
  • In den vorliegenden Rubriken sind weitere Besserungsmodalitäten nicht eigens verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseabneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Stirnkopfschmerz mit brennendem Hitzegefühl auf der KopfhautRückenschmerzen entlang der Wirbelsäule beim RückwärtsbeugenSchwächezustände mit morgendlicher VerschlimmerungLähmung der unteren Körperhälfte, in den klinischen Rubriken genanntBindehautentzündungGedämpftes Hören, Geräusche wie aus der Ferne

Abgrenzung

Für den heißen, brennenden Kopfschmerz mit Kopfhautbeteiligung sind Belladonna und Glonoinum weit besser geprüft, dort jedoch mit klopfender Fülle und starker Wärmeempfindlichkeit. Die Rubrik zur Rückenmarksbeteiligung mit Lähmung der unteren Körperhälfte teilt Petiveria tetandra mit Lathyrus sativus, dem klassischen Mittel dieser Zustände. Wegen der durchweg niedrigen Rubrikengrade kommt Petiveria tetandra vor allem dann in Betracht, wenn die Empfindung von heißem Wasser über der Kopfhaut ausdrücklich geschildert wird.

Verwandte Mittel

BelladonnaGlonoinumLathyrus sativusAllium sativumGelsemium sempervirens

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.