HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 2712

Piper nigrum

Pip-n.

In 181 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Piper nigrum, der Schwarze Pfeffer, ist ein wenig gebräuchliches Mittel aus der Familie der Pfeffergewächse, dessen Bild sich vor allem aus älteren Arzneiprüfungen speist. Auffallend sind Tagesschläfrigkeit, Schweiß nach geistiger Anstrengung mit feuchten Handflächen sowie ein durchgehendes Zittern und Vibrieren im Körper. Rissige, trockene Lippen und eine zitternde, längs gefurchte Zunge werden in den Rubrien mehrfach genannt.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Prüfungsberichte beschreiben keinen typischen Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie Gemütslage tritt im Bild zurück. Beschrieben wird ein Zustand rascher geistiger Ermüdung: Lesen und Schreiben treiben den Schweiß auf die Hände, danach folgt Schläfrigkeit. Zittrigkeit und innere Unruhe begleiten die körperlichen Beschwerden.

Gemütsbild

Rasche Ermüdung bei geistiger ArbeitSchläfrigkeit am Tage trotz nächtlichen SchlafsInnere Zittrigkeit und ErregbarkeitEmpfindlichkeit gegen Geräusche und Erschütterung

Zum Gemüt liegen nur wenige Angaben vor. Auffallend ist die enge Verbindung von geistiger Anstrengung und körperlicher Reaktion: Lesen, Schreiben und Denken lassen die Handflächen schwitzen und werden von Müdigkeit gefolgt. Die Rubriken nennen außerdem eine Verschlimmerung des Gesichts durch Erschütterung und Lärm, was auf eine allgemeine Reizempfindlichkeit hindeutet. Ein Zittern der äußeren Teile, das die Prüfer wiederholt beschrieben haben, begleitet die Beschwerden. Über weitergehende seelische Züge ist in der Literatur nichts Belastbares überliefert.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Ängste verzeichnet, Unruhe bei Herzklopfen, das bis ins Gesicht spürbar wird

Leitsymptome

Schläfrigkeit tagsüber, in den Rubriken mit hohem Grad geführt
Schweiß der Handflächen nach geistiger Anstrengung wie Lesen oder Schreiben
Trockene, rissige Lippen, besonders die Unterlippe in der Mitte, mit Neigung, sie zu belecken; sie bluten leicht
Zunge längs gefurcht, mit Zahneindrücken am Rand und zitternd
Herzklopfen mit hörbarem Herzschlag, das Gefühl, das Herz setze aus, Puls langsam oder unregelmäßig
Zittern und Vibrieren im ganzen Körper, mit Gurgeln und einem Gefühl von fließendem Wasser
Verschlechterung
  • Geistige Anstrengung, Lesen und Schreiben
  • Liegen im Bett, besonders auf der linken Seite
  • Erschütterung und Lärm
  • Druck auf betroffene Stellen bei Hitze
Verbesserung
  • Frische Luft, besonders während des Frostes
  • Äußerer Druck auf das Gesicht
  • Starke, durchdringende Wärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Verlangen nach kalten Speisen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Abneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Zustände mit ausgeprägter TagesschläfrigkeitSchweiß der Handflächen bei geistiger BeanspruchungRissige, aufgesprungene LippenHerzklopfen mit verlangsamtem oder unregelmäßigem PulsNesselartige Hautausschläge mit Schuppung

Abgrenzung

Calcarea carbonica teilt den Schweiß bei geringer Anstrengung, richtet ihn aber auf Kopf und Nacken und verbindet ihn mit Frostigkeit und Erschöpfung nach körperlicher Arbeit. Nux vomica kennt ebenfalls die Empfindlichkeit gegen Lärm und die Folgen geistiger Überarbeitung, dort jedoch mit Reizbarkeit und Verstopfung. Natrium muriaticum zeigt die rissige, trockene Unterlippe in der Mitte deutlich ausgeprägter und mit Durst und Traurigkeit verbunden; bei Piper nigrum steht das Zittern im Vordergrund.

Verwandte Mittel

Nux vomicaNatrium muriaticumCapsicumCalcarea carbonicaGelsemium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.