Rauwolfia serpentina, die indische Schlangenwurzel, ist ein Hundsgiftgewächs, dessen Wurzel in der ayurvedischen Medizin seit langem bei Unruhe und Schlaflosigkeit verwendet wurde; aus ihr wurde in den 1950er Jahren das Reserpin gewonnen, das die Behandlung des Bluthochdrucks veränderte. In der homöopathischen Literatur wird sie vor allem im Zusammenhang mit erhöhtem Blutdruck und nervöser Übererregung genannt. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - die Zuordnung zur Sykose.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetInnere Anspannung und Erregbarkeit, in der Literatur beschriebenGedrückte Stimmung als bekannte Wirkung des Ausgangsstoffs
Für Rauwolfia serpentina ist im vorliegenden Datenbestand keine Gemütsrubrik eingetragen; die einzige Angabe ordnet das Mittel der Sykose zu, einem der von Hahnemann beschriebenen Miasmen, und sagt über das Gemüt nichts aus. Die Literatur beschreibt die Pflanze in zwei Richtungen: Im traditionellen Gebrauch stand sie bei Unruhe, Schlaflosigkeit und Übererregung; aus der Anwendung des isolierten Reserpins ist zugleich bekannt, dass es die Stimmung erheblich dämpfen kann. Beides sind Beobachtungen am Stoff und nicht Prüfungssymptome, weshalb das Gemütsbild dieses Mittels offen bleibt.
Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Im Repertorium sind keine Verschlimmerungsumstände verzeichnet
- In der Literatur genannt: seelische Anspannung und Aufregung
- Im Repertorium sind keine Besserungsumstände verzeichnet
- In der Literatur genannt: Ruhe
Verlangen und Abneigungen
- Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
- Im Repertorium nicht verzeichnet
- Keine Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Sykotische Zuordnung - einzige RepertoriumsrubrikErhöhter Blutdruck mit Kopfdruck und Schwindel, in der Literatur der Pflanze zugeordnetNervöse Unruhe und Schlaflosigkeit, aus dem traditionellen Gebrauch überliefert
Abgrenzung
Bei erhöhtem Blutdruck führen die Repertorien mehrere breit geprüfte Mittel mit vollständigem Bild: Glonoinum mit dem wellenartigen, pochenden Kopfschmerz, Belladonna mit Hitze, rotem Gesicht und klopfenden Gefäßen, Aurum metallicum mit Schwere, Blutandrang und Schwermut, Crataegus mit der Beziehung zum erschöpften Herzmuskel. Rauwolfia serpentina steht in dieser Reihe vor allem wegen der Herkunft des Reserpins und ist homöopathisch nur schmal belegt.
Verwandte Mittel
Crataegus oxyacanthaGlonoinumAurum metallicumBelladonnaVeratrum viride
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.