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Materia medica · Nr. 2924

Rauwolfia serpentina

Rauw.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Rauwolfia serpentina, die indische Schlangenwurzel, ist ein Hundsgiftgewächs, dessen Wurzel in der ayurvedischen Medizin seit langem bei Unruhe und Schlaflosigkeit verwendet wurde; aus ihr wurde in den 1950er Jahren das Reserpin gewonnen, das die Behandlung des Bluthochdrucks veränderte. In der homöopathischen Literatur wird sie vor allem im Zusammenhang mit erhöhtem Blutdruck und nervöser Übererregung genannt. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - die Zuordnung zur Sykose.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine kennzeichnenden Angaben vor. Die Literatur beschreibt das Mittel über den Kreislaufzustand und die nervöse Erregung, nicht über einen Konstitutionstyp.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentBeschrieben wird ein angespannter, leicht erregbarer Zustand mit innerer Unruhe und gestörtem Schlaf; unter der Wirkung des Ausgangsstoffs ist umgekehrt auch eine gedrückte, teilnahmsarme Verfassung bekannt geworden. Eine klassische Arzneimittelprüfung liegt nicht zugrunde.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetInnere Anspannung und Erregbarkeit, in der Literatur beschriebenGedrückte Stimmung als bekannte Wirkung des Ausgangsstoffs

Für Rauwolfia serpentina ist im vorliegenden Datenbestand keine Gemütsrubrik eingetragen; die einzige Angabe ordnet das Mittel der Sykose zu, einem der von Hahnemann beschriebenen Miasmen, und sagt über das Gemüt nichts aus. Die Literatur beschreibt die Pflanze in zwei Richtungen: Im traditionellen Gebrauch stand sie bei Unruhe, Schlaflosigkeit und Übererregung; aus der Anwendung des isolierten Reserpins ist zugleich bekannt, dass es die Stimmung erheblich dämpfen kann. Beides sind Beobachtungen am Stoff und nicht Prüfungssymptome, weshalb das Gemütsbild dieses Mittels offen bleibt.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Zuordnung zur Sykose - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Erhöhter Blutdruck mit Kopfdruck und Schwindel - das Feld, dem die Literatur die Pflanze zuordnet
Nervöse Unruhe mit gestörtem Schlaf, aus dem traditionellen Gebrauch beschrieben
Herzklopfen bei Anspannung, in der Literatur genannt
Verlangsamter Puls als bekannte Wirkung des Ausgangsstoffs
Verschlechterung
  • Im Repertorium sind keine Verschlimmerungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur genannt: seelische Anspannung und Aufregung
Verbesserung
  • Im Repertorium sind keine Besserungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur genannt: Ruhe

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
Abneigung
  • Keine Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Sykotische Zuordnung - einzige RepertoriumsrubrikErhöhter Blutdruck mit Kopfdruck und Schwindel, in der Literatur der Pflanze zugeordnetNervöse Unruhe und Schlaflosigkeit, aus dem traditionellen Gebrauch überliefert

Abgrenzung

Bei erhöhtem Blutdruck führen die Repertorien mehrere breit geprüfte Mittel mit vollständigem Bild: Glonoinum mit dem wellenartigen, pochenden Kopfschmerz, Belladonna mit Hitze, rotem Gesicht und klopfenden Gefäßen, Aurum metallicum mit Schwere, Blutandrang und Schwermut, Crataegus mit der Beziehung zum erschöpften Herzmuskel. Rauwolfia serpentina steht in dieser Reihe vor allem wegen der Herkunft des Reserpins und ist homöopathisch nur schmal belegt.

Verwandte Mittel

Crataegus oxyacanthaGlonoinumAurum metallicumBelladonnaVeratrum viride

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.