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Materia medica · Nr. 2967

Rubia tinctorum

Rub-t.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Rubia tinctorum, die Färberröte oder Krappwurzel, war jahrhundertelang die wichtigste Pflanze zur Gewinnung eines roten Farbstoffs. Aus der Beobachtung, dass der Farbstoff sich im wachsenden Knochen ablagert und ihn rot färbt, leitet die homöopathische Literatur die Beziehung des Mittels zum Knochen und zum Blut ab. Die wenigen überlieferten Angaben betreffen Blutarmut, Erkrankungen der Milz und Knochenbeschwerden.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden blasse, blutarme Menschen mit schwacher Färbung von Haut und Schleimhäuten. Ein weitergehender Konstitutionstyp ist nicht überliefert.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Rubia tinctorum wird über den Blut- und Knochenbezug gefunden; ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Rubia tinctorum sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel gelangte über die Färberei und die daran anschließende ärztliche Beobachtung in die Arzneimittellehre: Tiere, denen Krapp verfüttert wurde, zeigten rot gefärbte Knochen, was die Aufmerksamkeit auf den Knochenstoffwechsel lenkte. Eine ausgearbeitete Prüfung an Gesunden liegt nicht vor. Die Angaben zu Blutarmut und Milzleiden stammen aus der klinischen Erfahrung des 19. Jahrhunderts. Wer das Mittel erwägt, geht von diesem körperlichen Zusammenhang aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Blutarmut mit Blässe und Kraftlosigkeit - das am deutlichsten geführte Zeichen
Beschwerden der Milz; Schmerz und Anschwellung in der linken Oberbauchgegend
Beziehung zum Knochen; das Mittel ist unter den allgemeinen Knochenrubriken geführt
Nach der älteren Literatur Störungen des Knochenwachstums bei Kindern
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Verschlechterungen überliefert
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Besserungen überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Blutarmut und BlässeBeschwerden und Anschwellung der MilzKnochenbeschwerdenStörungen des Knochenwachstums bei Kindern

Abgrenzung

Bei Blutarmut sind China officinalis, Ferrum metallicum und Natrium muriaticum die vollständig geprüften Mittel mit eigenem Allgemein- und Gemütsbild. Bei Milzbeschwerden stehen Ceanothus americanus, China officinalis und Ranunculus bulbosus im Vordergrund. Für den Knochenbezug sind Calcium phosphoricum, Silicea und Symphytum officinale ungleich breiter beschrieben. Rubia tinctorum bleibt ein Randmittel, das über die Verbindung von Blutarmut und Milzbeteiligung gefunden wird.

Verwandte Mittel

China officinalisCeanothus americanusFerrum metallicumCalcium phosphoricumNatrium muriaticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.