Juniperus sabina, der Sadebaum, ist ein Zypressengewächs und in der klassischen Materia medica vor allem als Blutungs- und Frauenmittel beschrieben. Die Repertorien führen es in hohem Grad bei reichlichen, hellroten Gebärmutterblutungen mit dunklen Gerinnseln, bei krampfartigen, vom Kreuz zur Scham ziehenden Schmerzen und bei Feigwarzen. Kennzeichnend ist die deutliche Verschlechterung durch Wärme in jeder Form bei Besserung in frischer Luft.
Konstitution
Gemütsbild
Empfindlichkeit gegenüber Musik, die traurig stimmtReizbarkeit und Unruhe während der BlutungenErschöpfung durch anhaltenden BlutverlustUnbehagen in warmen Räumen
Das Gemütsbild von Sabina ist in der Literatur nur in Umrissen beschrieben; das Mittel wird vorrangig über die Blutungssymptomatik bestimmt. In den vorliegenden Rubriken findet sich die Empfindlichkeit gegen Musik, die Schwermut auslösen kann – ein Zeichen, das Sabina mit wenigen anderen Mitteln teilt. Die klassische Materia medica beschreibt darüber hinaus eine gereizte, ungeduldige Verfassung während der Beschwerden und eine Abneigung gegen warme, geschlossene Räume, in denen sich Unruhe und Beklemmung verstärken. Über diese Angaben hinaus ist das Gemüt in der Literatur nicht näher ausgeführt.
Ängste: Unruhe während starker Blutungen, Beklemmung in warmen Räumen, Traurigkeit, die durch Musik ausgelöst wird
Leitsymptome
- Wärme in jeder Form, Bettwärme, warmes Zimmer
- Bewegung
- Berührung
- während Schwangerschaft und Menstruation
- Kauen
- Musik
- frische, kühle Luft
- Kaltwerden und kühle Anwendungen
- Rückwärtsbeugen
- Ruhe im Kühlen
- Wärme lokal am Bauch, wie einzelne Rubriken zeigen
Verlangen und Abneigungen
- Saures und saure Speisen
- kühle Getränke, wie die klassische Literatur beschreibt
- warme Speisen und warme Räume
- in den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren hochgradigen Speiseabneigungen vermerkt
In Repertorien häufig zugeordnet
Gebärmutterblutungen mit hellrotem Blut und dunklen GerinnselnNeigung zu Fehlgeburt, in den Repertorien mit höchstem Grad geführtBeschwerden nach der Geburt mit Nachwehen, klassisch zugeordnetFeigwarzen und CondylomeEntzündungen von Gebärmutter und Eierstöckengichtige Gelenkbeschwerden, besonders der Handgelenke
Abgrenzung
Ipecacuanha teilt die hellrote, reichliche Blutung, verbindet sie jedoch mit anhaltender Übelkeit und sauberer Zunge, die Sabina fehlen. Belladonna zeigt ebenfalls hellrote Blutungen mit Herabdrängen, dabei aber heißes, rotes Gesicht, klopfende Schmerzen und Empfindlichkeit gegen Erschütterung. Secale cornutum hat ebenfalls Blutungen mit Verschlechterung durch Wärme, dort ist das Blut jedoch dunkel und dünnflüssig und der Körper eisig kalt, während Sabina hellrotes Blut mit Gerinnseln zeigt.
Verwandte Mittel
Secale cornutumIpecacuanhaMillefoliumPulsatillaCrocus sativusThuja occidentalis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.