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Materia medica · Nr. 3645

Saccharum album

Sacch-a.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Saccharum album ist der weiße, raffinierte Zucker als homöopathische Arznei - dieselbe Substanz, aus der auch die Streukügelchen bestehen, hier jedoch als Arzneistoff aufbereitet. In der jüngeren Literatur wird sie vor allem bei Kindern beschrieben. Der Repertoriumsbestand ist schmal und liegt vollständig im Gemüt: Furcht zu versagen und Mangel an Selbstvertrauen.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die neuere Literatur beschreibt das Mittel häufig bei Kindern mit ausgeprägtem Verlangen nach Süßem; ein Körperbautyp wird daraus nicht abgeleitet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDie überlieferten Angaben zeichnen einen Menschen, der sich wenig zutraut und vor dem Scheitern zurückschreckt. Die neuere Literatur beschreibt dazu ein starkes Bedürfnis nach Zuwendung und das Gefühl, zu kurz zu kommen - Angaben, die auf einer schmaleren Quellenlage stehen als die klassischen Mittelbilder und hier nur als Hinweis geführt werden.

Gemütsbild

Furcht, zu versagenMangel an SelbstvertrauenSich einer Aufgabe nicht gewachsen fühlenBedürfnis nach Zuwendung und Bestätigung

Der gesamte Bestand des Mittels liegt im Kapitel Gemüt und zeichnet dort ein einheitliches Bild: Die Furcht zu versagen ist mit mittlerem Grad geführt, der Mangel an Selbstvertrauen begleitet sie. Beschrieben wird ein Mensch, der vor Prüfungen, Auftritten oder neuen Aufgaben zurückweicht, weil er sich das Gelingen nicht zutraut, und der ein Misslingen als Bestätigung dieser Einschätzung nimmt. Bei Kindern zeigt sich das als Zurückhaltung in der Schule, als Vermeiden von allem, wobei man sich blamieren könnte. Die neuere Literatur stellt daneben ein auffälliges Verlangen nach Süßem und ein Gefühl von Mangel an Zuwendung in den Vordergrund; diese Züge sind im Repertoriumsbestand nicht abgebildet.

Ängste: Furcht zu versagen, besonders vor Prüfungen und Auftritten, Furcht, den Erwartungen nicht zu genügen, Unsicherheit im Auftreten vor anderen

Leitsymptome

Körperliche Leitsymptome sind im Bestand nicht verzeichnet; beide Angaben betreffen das Gemüt
Die neuere Literatur nennt das Mittel im Zusammenhang mit ausgeprägtem Verlangen nach Süßem und mit Beschwerden nach reichlichem Zuckergenuss; diese Angaben sind nicht durch Rubriken gedeckt
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten im Bestand verzeichnet
  • In der klassischen Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten im Bestand verzeichnet
  • In der klassischen Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Süßigkeiten - in der neueren Literatur betont, im Repertoriumsbestand nicht belegt
Abneigung
  • Keine gesicherten Angaben zu Speiseabneigungen im Bestand

In Repertorien häufig zugeordnet

Versagensfurcht vor Prüfungen und AuftrittenMangelndes Selbstvertrauen, auch bei KindernUnsicherheit im Auftreten vor anderen

Abgrenzung

Bei Versagensfurcht sind Lycopodium clavatum mit der Unsicherheit vor der Aufgabe und der Sicherheit während ihrer Ausführung, Silicea mit der Zaghaftigkeit bei innerer Festigkeit, Argentum nitricum mit der drängenden Erwartungsspannung und dem Durchfall vor Ereignissen sowie Gelsemium sempervirens mit dem Zittern und der Lähmung durch Lampenfieber die klassisch beschriebenen Mittel. Anacardium orientale steht für den ausgeprägten Mangel an Selbstvertrauen mit innerer Zerrissenheit. Saccharum album bleibt demgegenüber ein neueres Mittel mit schmalem Bestand und ohne begleitendes Körperbild.

Verwandte Mittel

Lycopodium clavatumSiliceaArgentum nitricumAnacardium orientaleCalcarea carbonica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.