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Materia medica · Nr. 3001

Salix purpurea

Sal-p.

Auch: Salx-p.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Salix purpurea, die Purpurweide, ist ein schmalblättriger Strauch feuchter Ufer und gehört zu den Weiden, deren Rinde seit der Antike als fieberwidriges Mittel bekannt ist und aus der einst die Salicylsäure gewonnen wurde. In der homöopathischen Arzneimittellehre ist sie ein kleines Mittel geblieben. Die Datenbasis führt sie mit Fieber, Schwindel, Durchfall und einer Entzündung der Ohrspeicheldrüse auf.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Für Salix purpurea wurde kein Konstitutionsbild ausgearbeitet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen in der Datenbasis keine Rubriken vor. Die überlieferten Angaben betreffen den fieberhaften Verlauf, den Kopf und den Darm. Die Weidenmittel sind in der Materia medica überwiegend als Mittel akuter fieberhafter und rheumatischer Zustände beschrieben, ohne dass daraus ein Gemütsbild entwickelt worden wäre.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetDie Weidenmittel sind überwiegend körperlich beschriebenKein ausgearbeitetes seelisches Bild vorhanden

Zum Gemüt von Salix purpurea führt die Datenbasis keine Rubrik. Die Weiden kamen über ihren alten volksmedizinischen Gebrauch bei Fieber und rheumatischen Beschwerden in die Arzneimittellehre, und die homöopathische Literatur folgt dieser Linie. Für Salix nigra, die am ausführlichsten beschriebene Art der Gattung, nennt die Materia medica Reizzustände der Geschlechtsorgane mit Unruhe und Schlaflosigkeit; das ist jedoch für die Purpurweide nicht belegt. Was für Salix purpurea vorliegt, ist ein knappes Bild aus Fieber, Schwindel, Durchfall und Drüsenentzündung.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Fieber, in den Fieberrubriken ohne nähere Kennzeichnung der Form geführt
Entzündung der Ohrspeicheldrüse, die eigentümlichste Angabe des Mittels
Entzündliche Schwellung im Gesichtsbereich allgemein
Durchfall, in den Mastdarmrubriken verzeichnet
Schwindel, als eigener Bereich geführt
Zusammen ein Bild eines akuten fieberhaften Zustands mit Drüsenbeteiligung
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Datenbasis nennt nur die betroffenen Bereiche
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Fieberhafte ZuständeEntzündung der OhrspeicheldrüseDurchfallSchwindelAkute Verläufe mit Fieber und Drüsenschwellung

Abgrenzung

Salix nigra ist die homöopathisch am besten ausgearbeitete Art der Gattung und wird klassisch Reizzuständen der Geschlechtsorgane zugeordnet; Salix alba wird gleichfalls, aber selten geführt. Salicylicum acidum stammt aus derselben Stoffgruppe und ist für Ohrgeräusche, Schwindel und rheumatische Zustände weit besser belegt, was es hier zum nächstliegenden Vergleich macht. Für die Entzündung der Ohrspeicheldrüse sind Mercurius solubilis, Belladonna, Pulsatilla und Rhus toxicodendron die klassisch zugeordneten Mittel. Salix purpurea bleibt ein Randmittel mit sehr schmaler Datenbasis.

Verwandte Mittel

Salix nigraSalicylicum acidumSalix albaMercurius solubilisBelladonna

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.