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Materia medica · Nr. 3132

Skookum Chuck aqua

Skook.

In 20 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Skookum Chuck aqua ist die Zubereitung aus den Salzen eines Mineralsees im US-Bundesstaat Washington; der Name stammt aus der Chinook-Handelssprache und bedeutet etwa starkes Wasser. In der Literatur wird das Mittel bei katarrhalischen Zuständen der Nase und bei Hautausschlägen geführt, besonders bei Nesselsucht und Ekzemen. Eine Eigentümlichkeit ist der ausdrückliche Bezug zu Beschwerden nach einer Impfung.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Beschrieben werden Menschen mit überempfindlicher Haut und reizbaren Schleimhäuten.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Rubriken vor. Boericke beschreibt das Mittel ausschließlich über Haut und Schleimhäute; ein Temperamentsbild wird nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Skookum Chuck aqua sind im Repertorium keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel gehört zu den Quell- und Seewassermitteln, die über die Beobachtung von Trink- und Badekuren in die Arzneimittellehre gelangt sind, nicht über eine systematische Prüfung. Boericke führt es knapp als Mittel katarrhalischer und juckender Hautzustände. Wer es erwägt, geht vom Haut- und Nasenbild aus, insbesondere von der Verbindung aus Nesselsucht, Ekzem und Heuschnupfen. Ein seelisches Bild lässt sich nicht belegen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Nesselsucht und juckende Hautausschläge
Ekzem, ausdrücklich auch als Zustand nach einer Impfung geführt
Beschwerden allgemein, die im Anschluss an eine Impfung auftreten
Nasenkatarrh, Fließschnupfen und jahreszeitlich wiederkehrender Schnupfen (Heuschnupfen)
Übelriechender chronischer Nasenkatarrh (Ozaena)
Harn mit Neigung zu Harnsäureausscheidung; Knoten in der Brustdrüse sind unter diesem Mittel geführt
Verschlechterung
  • Nach einer Impfung
  • Jahreszeitlich wiederkehrend (Schnupfenzeiten)
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Besserungen überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Nesselsucht und juckende AusschlägeEkzem, auch im Anschluss an eine ImpfungJahreszeitlich auftretender SchnupfenChronischer, übelriechender NasenkatarrhRheumatische BeschwerdenNeigung zu Harnsäureausscheidung

Abgrenzung

Thuja occidentalis und Silicea sind die klassischen Mittel bei Beschwerden nach Impfungen und ungleich breiter geprüft; Skookum Chuck aqua wird dort nur als kleines Nebenmittel genannt, wenn zugleich Nesselsucht und Heuschnupfen bestehen. Bei Nesselsucht sind Apis mellifica und Urtica urens genauer gezeichnet, bei Heuschnupfen Sabadilla und Allium cepa. Unter den Wassermitteln steht es neben Wiesbaden aqua und Lippspringe aqua auf ähnlich schmaler Grundlage.

Verwandte Mittel

Thuja occidentalisSiliceaUrtica urensApis mellificaNatrium muriaticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.