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Materia medica · Nr. 3239

Strychnos gaultheriana

Strych-g.

In 15 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Strychnos gaultheriana, in der älteren Literatur als Hoang-nan geführt, ist die Rinde einer südostasiatischen Brechnussart. Die Repertorien führen sie fast ausschließlich an der Haut: Geschwüre, Furunkel, Karbunkel, Pusteln und Ausschläge bei Aussatz. Daneben stehen Einträge zu Lähmung, zu Syphilis und zu Zuständen nach Tierbissen.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau ist nicht überliefert. Beschrieben werden herabgekommene Zustände mit schlecht heilender, geschwüriger Haut.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegt in der Literatur nichts Belastbares vor. Die Überlieferung stammt aus der Anwendung in Südostasien und hält den Hautbefund fest, nicht die Gemütsverfassung.

Gemütsbild

Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertWasserscheu als einzige verzeichnete GemütsangabeErschöpfung bei langwierigen Hautgeschwüren

Für Strychnos gaultheriana verzeichnet das Repertorium eine einzige Gemütsangabe: Wasserscheu, also die Abwehr gegen Wasser und Trinken, wie sie aus den Berichten über Tollwut bekannt ist. Diese Angabe geht auf die überlieferte Verwendung der Rinde nach Bissen tollwutverdächtiger Tiere zurück; ein Gemütsbild im eigentlichen Sinn ergibt sich daraus nicht. Was die Literatur sonst beschreibt, ist die allgemeine Hinfälligkeit bei langwierigen, geschwürigen Hautleiden. Für eine Verschreibung nach Gemütssymptomen ist die Grundlage zu schmal; das Mittel wird über den Hautbefund bestimmt.

Ängste: Wasserscheu, Abwehr gegen Trinken; als einzelne Rubrik verzeichnet, Darüber hinaus in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Hartnäckige Hautgeschwüre mit schlechter Heilungsneigung
Furunkel und Karbunkel
Pusteln, auch auf ekzematösem Grund
Ausschläge bei Aussatz; die überlieferte Hauptverwendung der Rinde in Südostasien
Lähmungserscheinungen sind als klinischer Eintrag verzeichnet
Eiweiß im Harn; ferner ein Eintrag zu Syphilis
Verschlechterung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Feuchte Wärme bei den eiternden Hautstellen
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Entleerung des Eiters

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Abneigung gegen Wasser und Trinken, der Rubrik Wasserscheu entsprechend

In Repertorien häufig zugeordnet

Hartnäckige HautgeschwüreFurunkel und KarbunkelPustulöse AusschlägeHautleiden bei Aussatz in der älteren LiteraturLähmungserscheinungen

Abgrenzung

Innerhalb der Gattung ist Nux vomica, ebenfalls eine Brechnuss, das große geprüfte Mittel und über Reizbarkeit, Krampfneigung und Verdauung ganz anders bestimmt; Ignatia amara steht dort für den seelischen Zweig. Bei Karbunkeln und schlecht heilenden Geschwüren werden klassisch Anthracinum, Tarantula cubensis und Silicea genannt, bei Wasserscheu nach Bissen Lyssinum und Belladonna. Strychnos gaultheriana bleibt daneben ein historisches Hautmittel mit schmaler Prüfungsgrundlage.

Verwandte Mittel

AnthracinumTarantula cubensisSiliceaLyssinumNux vomica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.