Sulfuricum acidum ist die homöopathisch aufbereitete Schwefelsäure und steht in der klassischen Materia medica für eine hastige Erschöpfung: innere Eile bei zugleich zittriger Schwäche. Die Repertorien führen das Mittel im höchsten Grad bei Eile in Bewegungen, beim Essen, beim Gehen und im Beruf sowie bei Blutungsneigung mit blauen Flecken und Purpura. Kennzeichnend ist außerdem das sauer riechende und sauer schmeckende Aufstoßen.
Konstitution
Gemütsbild
Eile in allem Tun – beim Gehen, Essen, ArbeitenUngeduld und Reizbarkeit bei körperlicher Schwächewechselnde Stimmunginnere Getriebenheit trotz Erschöpfung
Das kennzeichnende Gemütszeichen ist die Eile: Die Repertorien führen Eile, Eile beim Essen, beim Gehen, im Beruf und in Bewegungen im höchsten Grad. Beschrieben wird ein Mensch, dem alles zu langsam geht, der drängt und hetzt, dabei aber rasch erschöpft ist und innerlich zittert – die Rubrik Zittern, Gefühl von innerlichem, steht ebenfalls im höchsten Grad. Reizbarkeit und wechselnde Stimmung gehören dazu. Die Materia medica beschreibt diesen Zustand besonders bei geschwächten und älteren Menschen sowie nach zehrenden Erkrankungen. Bemerkenswert ist die Rubrik Gedächtnis, gutes, die dem Bild eine gewisse geistige Wachheit trotz körperlicher Schwäche gibt.
Ängste: Ungeduld und innere Unruhe, die als Angst erlebt wird, Beklemmung bei den Hitzewallungen mit Schweiß, über weitere kennzeichnende Ängste liegen in den vorliegenden Rubriken keine hochgradigen Angaben vor
Leitsymptome
- abends und vormittags
- alkoholische Getränke
- Kälte und kalte Luft
- rechte Körperseite
- körperliche Anstrengung
- Wärme und warmes Einhüllen
- Frost bessert sich im Freien (Rubrik Grad 3)
- mäßig warme Getränke
- Ruhe nach der Erschöpfung
Verlangen und Abneigungen
- alkoholische Getränke, besonders Branntwein, wie es die klassische Materia medica beschreibt
- Verlangen nach frischem Obst und nach kalten Getränken wird ebenfalls genannt
- Kaffee wird in der Literatur als schlecht bekömmlich beschrieben
- Abneigung gegen warme Speisen bei bestehendem Hitzegefühl
In Repertorien häufig zugeordnet
Zustände von Erschöpfung mit innerer HastBlutungsneigung mit blauen Flecken und PurpuraAphthen und Geschwüre im MundBeschwerden nach Prellungen und Quetschungen mit BlutaustrittHitzewallungen mit Schweißsaures Aufstoßen und Verdauungsbeschwerden
Abgrenzung
Arnica hat ebenfalls Blutaustritte und Beschwerden nach Verletzungen, dort mit Wundheitsgefühl und dem Wunsch, in Ruhe gelassen zu werden, während Sulfuricum acidum die Eile und die zittrige Schwäche kennzeichnet. Argentum nitricum teilt die Hast, zeigt jedoch ausgeprägte Erwartungsangst und Verlangen nach Süßem. Lachesis hat ebenfalls Blutungsneigung und Hitzewallungen, dort mit Redseligkeit und Unverträglichkeit von Enge am Hals.
Verwandte Mittel
Arnica montanaArgentum nitricumLachesisArsenicum albumLedum palustreSepia
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.