Taxus baccata, die Europäische Eibe, ist ein kleines, wenig geprüftes Mittel der klassischen Materia medica. Das Repertorium zeigt es vor allem bei Hautausschlägen an den Unterarmen, bei erschwertem, verzögertem Wasserlassen und bei einem auffälligen Widerspruch zwischen Heißhunger und gleichzeitigem Widerwillen gegen Essen. Die Rubriken sind fast durchweg niedriggradig, das Bild bleibt daher skizzenhaft.
Konstitution
Gemütsbild
Benommenheit und Schwäche nach VergiftungserscheinungenMattigkeit mit Neigung zu OhnmachtIn der Literatur nicht näher beschriebenes Gemütsbild
Die Rubrik Gemüt ist bei Taxus baccata im vorliegenden Repertorium kaum besetzt. Beschrieben werden vor allem körpernahe Zustände: plötzliche Schwäche, Ohnmachtsneigung und Kollaps, wie sie aus der Toxikologie der Eibe bekannt sind. Ein differenziertes seelisches Bild mit eigenen Themen, wie es etwa bei den großen Polychresten vorliegt, lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Wer das Mittel erwägt, stützt sich üblicherweise auf die körperlichen Leitsymptome, nicht auf die Gemütsebene.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachmittags
- Nüchternheit - Bauchkollern beim Fasten und vor dem Stuhl
- Nach Stuhlgang lassen die Leibschmerzen nach
- Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Heißhunger, besonders morgens und auch kurz nach dem Frühstück
- Abneigung gegen Speisen trotz vorhandenen Hungers
In Repertorien häufig zugeordnet
Pustulöse Hautausschläge, vor allem an den UnterarmenBeschwerden beim Wasserlassen mit verzögertem Beginn und dünnem StrahlBlasenentzündliche Zustände mit HarnzwangKopfschmerz mit Augenschmerz und TränenflussVerdauungsbeschwerden mit widersprüchlichem Appetit
Abgrenzung
Von Cantharis, dem großen Blasenmittel, unterscheidet sich Taxus baccata durch das eher zögerliche, verzögerte Wasserlassen statt des brennenden, unstillbaren Dranges. Gegenüber Sulphur, das ebenfalls bei Hautausschlägen genannt wird, fehlt Taxus das ausgeprägte Hitze- und Juckthema. Da die Datenlage schmal ist, gilt Taxus baccata in der Literatur eher als Mittel für kleine, klar umrissene Beschwerdebilder als für eine Konstitutionsverordnung.
Verwandte Mittel
CantharisSulphurRhus toxicodendronThuja occidentalis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.