HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 3290

Tela araneae

Tela.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Tela araneae ist das Spinnennetz, in der älteren Materia medica meist als Gewebe der Hausspinne verarbeitet. Es gehört damit zu den Spinnenmitteln, wird aber nicht aus dem Tier selbst, sondern aus seinem Gespinst bereitet. Die Literatur beschreibt es als kleines Nervenmittel mit periodisch wiederkehrenden Beschwerden; der Repertoriumsbestand ist mit zwei Einträgen sehr schmal und nennt allein die Schlaflosigkeit.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert; beschrieben wird eher ein Zustand nervöser Erschöpfung als ein bestimmter Konstitutionstyp.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben; ältere Quellen erwähnen eine Empfindlichkeit gegen feuchte Kälte, ohne dies zu einer festen Angabe auszuarbeiten.
TemperamentZum Temperament liegen nur knappe Angaben vor. Die Literatur zeichnet einen übermüdeten, nervös überreizten Zustand, in dem der Körper nicht mehr zur Ruhe findet, ohne daraus ein ausgearbeitetes Persönlichkeitsbild zu entwickeln.

Gemütsbild

Nervöse Überreizung ohne ErholungUnruhe, die den Schlaf nicht zulässtKein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefert

Im Repertorium ist zu Tela araneae keine Gemütsrubrik besetzt; die vorhandenen Angaben liegen im Kapitel Schlaf. Die ältere Literatur beschreibt einen Zustand nervöser Übererregbarkeit, in dem der Körper trotz Müdigkeit wach bleibt, und stellt das Mittel damit in die Nähe der Spinnenmittel mit ihrer Ruhelosigkeit. Ein ausgearbeitetes seelisches Bild mit eigenen Wahnideen oder Ängsten, wie es Tarentula hispanica oder Aranea diadema besitzen, fehlt hier jedoch. Bei einem Bestand von zwei Einträgen wird das Gemütsbild deshalb nicht über die Quellen hinaus ausgemalt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schlaflosigkeit - die einzige Angabe, unter der das Mittel im Repertorium geführt wird
Wachliegen bei großer Müdigkeit, wie es die Literatur als Kern des Mittels beschreibt
Periodisch wiederkehrende Beschwerden, die in den älteren Quellen als Kennzeichen der Spinnenmittel gelten
Nervöse Übererregbarkeit mit Zappeligkeit als beschriebene Begleiterscheinung
Verschlechterung
  • Nacht und Zubettgehen, aus der überlieferten Schlaflosigkeit abgeleitet
  • Feuchte Kälte, in älteren Quellen für die Spinnenmittel genannt
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Schlaflosigkeit als einzige Zuordnung im RepertoriumNervöse Unruhe mit WachliegenPeriodisch wiederkehrende nervöse Beschwerden

Abgrenzung

Bei Schlaflosigkeit sind Coffea cruda, Nux vomica, Cocculus indicus, Passiflora incarnata und Arsenicum album die weit besser belegten Mittel; Coffea cruda zeigt den überwachen Kopf voller Gedanken, Cocculus indicus die Schlaflosigkeit nach durchwachten Nächten und Pflege. Innerhalb der Spinnenmittel besitzen Tarentula hispanica und Aranea diadema ein ausgearbeitetes Bild mit Bewegungsdrang beziehungsweise Kälteempfindlichkeit, das Tela araneae fehlt. Es bleibt ein Mittel mit sehr schmalem Bestand.

Verwandte Mittel

Aranea diademaTarentula hispanicaTheridion curassavicumCoffea crudaPassiflora incarnata

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.